Dunkel und atmosphärisch

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tinimore Avatar

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Alles begann an einem heißen Sommertag im Jahr 2003 in Kinlough in Irland. Die sechs Freunde um die sich die Geschichte dreht, genossen den Sommer in vollen Zügen. Doch dann verschwand Kala, die dem Roman von Colin Walsh den Namen gibt, und nichts war mehr wie vorher.
Fünfzehn Jahre später, im Jahr 2018, holt die Vergangenheit einen Teil der Freundesgruppe wieder ein. Was ist damals wirklich geschehen?

In einzelnen, jeweils einer Person gewidmeten Kapiteln, erzählen die Mitglieder der "Gang" in ihren ganz eigenen Stimmen ihre Sicht der Dinge. Schon früh hatte ich das Gefühl, dass in Kinlough etwas nicht stimmt. Eine düstere Ahnung liegt über der Geschichte, Erinnerungen kehren zurück und lange verborgene Geheimnisse kommen ans Licht. Walsh erzeugt dabei eine angespannte Atmosphäre, und die Figuren wirken mit all ihren Eigenheiten sehr lebendig. Gegen Ende, als sich die Hinweise verdichteten, nahm die Handlung an Fahrt auf und es wurde richtig spannend.

Auch wenn ich etwas Zeit brauchte, um ganz in die Geschichte einzutauchen und sie für mich nicht ganz an persönliche Favoriten heranreicht, kann ich den Roman allen empfehlen, die literarische Thriller mögen.