Geheimnisse
Kala – Colin Walsh
Diesen Roman würde ich als literarischen Thriller einordnen. Durchaus spannend aber doch auch sehr gemächlich. Es dauert, bis sich die ersten Lösungsansätze zeigen. Dafür gibt es relativ viel Personal, das akribisch und bis ins letzte Detail beschrieben und vorgestellt wird. Das dauert – dann jedoch wird es zum unbeschreiblichen Leseerlebnis.
Vor fünfzehn Jahre ist in der Kleinstadt Kinlough an der irischen Westküste ein Mädchen spurlos verschwunden. Zu einer Hochzeit kehren einige ihrer damaligen Freunde an den Ort zurück – andere sind nie weggewesen. Natürlich werden Erinnerungen und Schuldgefühle an die Oberfläche gespült. Es ist spannend zu sehen, welchen Einfluss dieser Schicksalsschlag auf die damaligen Jugendlichen, heutigen Erwachsenen hatte und immer noch hat.
Nach und nach kommen immer mehr Einzelheiten rund um den Vermisstenfall und die Dynamik zwischen den Freunden ans Licht. Tatsächlich werden plötzlich sterbliche Überreste im Wald entdeckt. Es gibt hier mehr als nur ein Geheimnis, das gelüftet werden will.
Man muss eine gewisse Gemächlichkeit in der Erzählweise sicherlich mögen. Anfangs fand ich auch die zahlreichen Figuren ein wenig verwirrend. Hier hilft eine Übersicht am Buchanfang. Zu allem Überfluss wird relativ häufig und abrupt zwischen den beiden Handlungszeiten hin und hergesprungen. Es kann also durchaus ein wenig dauern, bis man sich zurechtgefunden hat. Dann entfaltet sich aber eine extrem komplexe Geschichte, die es sich wirklich zu lesen lohnt und die einen gewaltigen Sog entwickelt.
Es wird aus den jeweiligen Perspektiven der verschiedenen Freunde Kalas erzählt. Auch die Sprache verändert sich bei jeder Person und ist teilweise auch recht umgangssprachlich, auf jeden Fall sehr gut lesbar. Interessant sind auch die manchmal recht unterschiedlichen Erinnerungen der erzählenden Figuren.
Ein psychologisch sehr tiefer Roman, der unter die Haut geht.
Hat mir sehr gefallen! 5 Sterne
Diesen Roman würde ich als literarischen Thriller einordnen. Durchaus spannend aber doch auch sehr gemächlich. Es dauert, bis sich die ersten Lösungsansätze zeigen. Dafür gibt es relativ viel Personal, das akribisch und bis ins letzte Detail beschrieben und vorgestellt wird. Das dauert – dann jedoch wird es zum unbeschreiblichen Leseerlebnis.
Vor fünfzehn Jahre ist in der Kleinstadt Kinlough an der irischen Westküste ein Mädchen spurlos verschwunden. Zu einer Hochzeit kehren einige ihrer damaligen Freunde an den Ort zurück – andere sind nie weggewesen. Natürlich werden Erinnerungen und Schuldgefühle an die Oberfläche gespült. Es ist spannend zu sehen, welchen Einfluss dieser Schicksalsschlag auf die damaligen Jugendlichen, heutigen Erwachsenen hatte und immer noch hat.
Nach und nach kommen immer mehr Einzelheiten rund um den Vermisstenfall und die Dynamik zwischen den Freunden ans Licht. Tatsächlich werden plötzlich sterbliche Überreste im Wald entdeckt. Es gibt hier mehr als nur ein Geheimnis, das gelüftet werden will.
Man muss eine gewisse Gemächlichkeit in der Erzählweise sicherlich mögen. Anfangs fand ich auch die zahlreichen Figuren ein wenig verwirrend. Hier hilft eine Übersicht am Buchanfang. Zu allem Überfluss wird relativ häufig und abrupt zwischen den beiden Handlungszeiten hin und hergesprungen. Es kann also durchaus ein wenig dauern, bis man sich zurechtgefunden hat. Dann entfaltet sich aber eine extrem komplexe Geschichte, die es sich wirklich zu lesen lohnt und die einen gewaltigen Sog entwickelt.
Es wird aus den jeweiligen Perspektiven der verschiedenen Freunde Kalas erzählt. Auch die Sprache verändert sich bei jeder Person und ist teilweise auch recht umgangssprachlich, auf jeden Fall sehr gut lesbar. Interessant sind auch die manchmal recht unterschiedlichen Erinnerungen der erzählenden Figuren.
Ein psychologisch sehr tiefer Roman, der unter die Haut geht.
Hat mir sehr gefallen! 5 Sterne