Komplex und eindringlich

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malü090502 Avatar

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Eine Jugendclique wird Jahre nach dem Verschwinden einer Freundin mit ihrer dunklen Vergangenheit konfrontiert. Alle von ihnen spielen eine Rolle, doch welche? Colin Walsh legt mit Kala ein beeindruckendes Debüt vor, das gleichermaßen fesselt wie berührt. Die Geschichte ist spannend konstruiert, voller Wendungen und mitreissender Atmosphäre. Man erfährt erst nach und nach, was im Sommer 2003 geschah. Durch das gleichzeitige Verweben mit der Gegenwart fügt sich ein Puzzle-Teil ins andere.
Doch es sind vor allem die Figuren, die den Roman auszeichnen: Jede ist mit feiner Beobachtungsgabe und psychologischer Tiefe gezeichnet, unverwechselbar und glaubwürdig. Besonders, dass die Kapitel immer wechselnd Mushs, Joes und Helens Sicht aufgreifen, hat den Lesefluss begünstigt.
Die Balance zwischen packender Spannung und eindringlicher Charakterzeichnung macht Kala zu einem Werk, das weit mehr ist als ein klassischer Thriller. “Kala” ist ein Roman über Freundschaft, Verlust und die Suche nach Wahrheit. Komplex, eindringlich und nachhaltig beeindruckend!