Leider nicht meins
Als ich erfahren habe, dass Kala endlich auch auf Deutsch erscheinen würde, war ich sofort begeistert. Aus dem englischsprachigen Raum hatte ich zuvor sehr viele positive Stimmen zu dem Buch gehört, weshalb meine Erwartungen entsprechend hoch waren. Gerade die Mischung aus Coming-of-Age-Roman und Thriller, dazu das Setting in Irland, klang für mich unglaublich vielversprechend. Umso grösser war meine Vorfreude!
Leider konnte mich der Roman letztlich nicht so abholen, wie ich es mir erhofft hatte. Ich habe für meine Verhältnisse ungewöhnlich lange gebraucht, um das Buch zu lesen, und gerade am Anfang fiel es mir schwer, überhaupt richtig hineinzufinden. Mit über 500 Seiten ist der Roman recht umfangreich, und ich hatte beim Lesen häufiger das Gefühl, mich eher durch die Seiten zu arbeiten, als mich wirklich auf das Weiterlesen zu freuen.
Ein Grund dafür war für mich vor allem die Sprache. Ich weiss nicht, ob es an der deutschen Übersetzung liegt oder ob der Stil bereits im Original ähnlich wirkt, aber ich bin mit der sprachlichen Gestaltung nicht richtig warm geworden. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen. Einerseits in der Vergangenheit, als die Figuren noch Jugendliche sind und Kala verschwindet, und andererseits viele Jahre später, als sie als Erwachsene wieder mit dem Ereignis konfrontiert werden. Allerdings hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, dass sich die Sprache zwischen diesen Ebenen kaum verändert. Gerade in den Passagen, in denen die Figuren bereits erwachsen sind, wirkte der Ton für mich teilweise noch sehr jugendlich. Ich hätte mir hier eine deutlichere sprachliche Differenz gewünscht.
Hinzu kommt die Perspektivgestaltung, das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt, die überwiegend in der Ich-Perspektive geschrieben sind. Eine Ausnahme bildet jedoch die Figur Joe, deren Kapitel in der Du-Perspektive geschrieben sind. Diese Erzählweise hat bei mir eher Distanz erzeugt, als dass sie mich stärker in die Geschichte hineingezogen hätte. Besonders als weibliche Leserin fiel es mir schwer, mich damit zu identifizieren.
Inhaltlich fand ich einige Aspekte der Geschichte durchaus interessant, insbesondere die Dynamik innerhalb der Freundesgruppe. Die Beziehung der Jugendlichen untereinander, ihre Spannungen, Loyalitäten und Geheimnisse sowie die Veränderungen, die Jahre später zwischen ihnen entstehen, werden teilweise sehr eindringlich dargestellt. Gerade dieser Coming-of-Age-Aspekt, das Erwachsenwerden und die Auswirkungen eines traumatischen Ereignisses auf eine Freundesgruppe.
Die Thriller-Elemente hingegen empfand ich als deutlich schwächer ausgearbeitet, als ich erwartet hatte.beim Lesen hatte ich häufig das Gefühl, dass dieser Krimiaspekt für die eigentliche Geschichte gar nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Die Handlung hätte meiner Meinung nach auch ohne diese Thrillerkomponente funktioniert, da der Fokus ohnehin stärker auf den Beziehungen der Figuren und ihrer gemeinsamen Vergangenheit liegt.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass der Roman sehr viel Potenzial besitzt, dieses aber nicht ganz ausschöpft. Die Grundidee ist spannend, die Figurenkonstellation interessant, und auch das Setting in einer irischen Kleinstadt hat eine besondere Atmosphäre. Trotzdem wirkte das Buch für mich an vielen Stellen zu lang und teilweise sogar etwas zäh. Statt Spannung oder emotionaler Intensität entstand bei mir beim Lesen eher das Gefühl von Anstrengung, und manche Passagen empfand ich sogar als langweilig.
Gerade deshalb bin ich ein wenig enttäuscht, denn ich war im Vorfeld überzeugt, dass Kala eines meiner Jahreshighlights werden könnte. Die vielen positiven Stimmen hatten meine Erwartungen entsprechend hoch gesetzt. Leider hat mich das Buch letztlich nicht so überzeugt wie erhofft. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Roman grundsätzlich schlecht ist. Leserinnen und Leser, die ruhige, stark charakterorientierte Geschichten über Freundschaft, Vergangenheit und Schuld mögen, könnten durchaus Gefallen daran finden. Für mich persönlich blieb Kala jedoch hinter den Erwartungen zurück.
Leider konnte mich der Roman letztlich nicht so abholen, wie ich es mir erhofft hatte. Ich habe für meine Verhältnisse ungewöhnlich lange gebraucht, um das Buch zu lesen, und gerade am Anfang fiel es mir schwer, überhaupt richtig hineinzufinden. Mit über 500 Seiten ist der Roman recht umfangreich, und ich hatte beim Lesen häufiger das Gefühl, mich eher durch die Seiten zu arbeiten, als mich wirklich auf das Weiterlesen zu freuen.
Ein Grund dafür war für mich vor allem die Sprache. Ich weiss nicht, ob es an der deutschen Übersetzung liegt oder ob der Stil bereits im Original ähnlich wirkt, aber ich bin mit der sprachlichen Gestaltung nicht richtig warm geworden. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen. Einerseits in der Vergangenheit, als die Figuren noch Jugendliche sind und Kala verschwindet, und andererseits viele Jahre später, als sie als Erwachsene wieder mit dem Ereignis konfrontiert werden. Allerdings hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, dass sich die Sprache zwischen diesen Ebenen kaum verändert. Gerade in den Passagen, in denen die Figuren bereits erwachsen sind, wirkte der Ton für mich teilweise noch sehr jugendlich. Ich hätte mir hier eine deutlichere sprachliche Differenz gewünscht.
Hinzu kommt die Perspektivgestaltung, das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt, die überwiegend in der Ich-Perspektive geschrieben sind. Eine Ausnahme bildet jedoch die Figur Joe, deren Kapitel in der Du-Perspektive geschrieben sind. Diese Erzählweise hat bei mir eher Distanz erzeugt, als dass sie mich stärker in die Geschichte hineingezogen hätte. Besonders als weibliche Leserin fiel es mir schwer, mich damit zu identifizieren.
Inhaltlich fand ich einige Aspekte der Geschichte durchaus interessant, insbesondere die Dynamik innerhalb der Freundesgruppe. Die Beziehung der Jugendlichen untereinander, ihre Spannungen, Loyalitäten und Geheimnisse sowie die Veränderungen, die Jahre später zwischen ihnen entstehen, werden teilweise sehr eindringlich dargestellt. Gerade dieser Coming-of-Age-Aspekt, das Erwachsenwerden und die Auswirkungen eines traumatischen Ereignisses auf eine Freundesgruppe.
Die Thriller-Elemente hingegen empfand ich als deutlich schwächer ausgearbeitet, als ich erwartet hatte.beim Lesen hatte ich häufig das Gefühl, dass dieser Krimiaspekt für die eigentliche Geschichte gar nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Die Handlung hätte meiner Meinung nach auch ohne diese Thrillerkomponente funktioniert, da der Fokus ohnehin stärker auf den Beziehungen der Figuren und ihrer gemeinsamen Vergangenheit liegt.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass der Roman sehr viel Potenzial besitzt, dieses aber nicht ganz ausschöpft. Die Grundidee ist spannend, die Figurenkonstellation interessant, und auch das Setting in einer irischen Kleinstadt hat eine besondere Atmosphäre. Trotzdem wirkte das Buch für mich an vielen Stellen zu lang und teilweise sogar etwas zäh. Statt Spannung oder emotionaler Intensität entstand bei mir beim Lesen eher das Gefühl von Anstrengung, und manche Passagen empfand ich sogar als langweilig.
Gerade deshalb bin ich ein wenig enttäuscht, denn ich war im Vorfeld überzeugt, dass Kala eines meiner Jahreshighlights werden könnte. Die vielen positiven Stimmen hatten meine Erwartungen entsprechend hoch gesetzt. Leider hat mich das Buch letztlich nicht so überzeugt wie erhofft. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Roman grundsätzlich schlecht ist. Leserinnen und Leser, die ruhige, stark charakterorientierte Geschichten über Freundschaft, Vergangenheit und Schuld mögen, könnten durchaus Gefallen daran finden. Für mich persönlich blieb Kala jedoch hinter den Erwartungen zurück.