Nach „Der Gott des Waldes“ der neue literarische Thriller, den jede:r gelesen haben sollte!

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katrriin Avatar

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Im Sommer 2003 verschwindet Kala spurlos aus ihrer Kleinstadt Kinlough im Westen Irlands. Sie wird nie gefunden. 15 Jahre später trifft ihre damalige Freundesgruppe anlässlich einer Hochzeit wieder aufeinander, als plötzlich neue Indizien auftauchen…

Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählt, aus der von Helen, Joe und Mush, die alle damals zu Kalas Freundesgruppe zählten. Besonders spannend fand ich hier Joes Erzählperspektive, da hier die selten genutzte „du-Form“ verwendet wurde. Anfangs irritierte mich das etwas, aber ich hatte mich schnell daran gewöhnt und war dann eher über die Kapitel von Helen und Mush gestolpert, die traditionell in der ich-Perspektive geschrieben waren.

Zudem ist der Roman nicht linear erzählt. Er spielt grundsätzlich in 2018, allerdings gibt es immer wieder Zeitsprünge in die Vergangenheit in allen drei Erzählperspektiven, die nach und nach aufklären, was damals geschehen sein könnte. Was ich hier sehr gerne mochte war der nahtlose Übergang zwischen Gegenwart und Vergangenheit, sodass es sich anfühlte, als würden die Charaktere einfach in Gedanken an damals versinken und wieder auftauchen.

„Kala“ hat mir unfassbar viel Spaß gemacht zu lesen. Ich würde nicht sagen, dass es ein typischer Thriller ist oder dass die Cliffhanger besonders aufregend waren, und trotzdem hat der Roman durchgängig eine unterschwellige Spannung aufrechterhalten, die mich komplett in ihren Bann gezogen hat. Bei der Dicke des Buchs hatte ich zuvor befürchtet, dass ich ewig dafür brauchen würde, aber das Gegenteil war der Fall. Am liebsten hätte ich es in einem Zug gelesen!

Das Ende ging mir allerdings leider etwas zu schnell und ich hätte mir eine andere Auflösung gewünscht. Trotzdem würde ich den Roman weiterempfehlen, und vor allem Fans von „Der Gott des Waldes“ sehr ans Herz legen!