Spannende Geschichte über Freundschaft und Trauer

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alinaliest Avatar

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Kala verschwindet spurlos, und 15 Jahre später wird ihre Leiche gefunden. Die ehemalige Freundesgruppe kommt in dieser Zeit wieder zusammen und muss sich der Frage stellen, welche Schuld sie an ihrem Verschwinden trägt. Die Geschichte begleitet die Freunde sowohl in der Gegenwart als auch in Rückblenden, die zeigen, wie sie sich damals kennengelernt haben und wie sich ihre Beziehungen entwickelten.
Die Erzählung wechselt zwischen drei Perspektiven und verschiedenen Zeitebenen. Häufig taucht man direkt in die Gedanken der Figuren ein, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart springen. Ähnlich wie ein Tagtraum. Anfangs muss man manchmal kurz überlegen, wo man gerade ist, doch man findet sich schnell zurecht. Auch war es für mich etwas gewöhnungsbedürftig, dass der Schreibstil zwischen den Kapiteln und den Erzählerperspektiven etwas wechselt. Gleichzeitig trägt das dazu bei, die Figuren und ihre Charaktere besser zu verstehen. Auch hier kommt man nach ein paar Kapiteln gut rein.

Die Spannung baut sich langsam, aber stetig auf. Die Geschichte verbindet Elemente eines Krimis oder Thrillers mit der Tiefe eines Romans. Die Kapitel enden oft mit kleinen Cliffhangern, was das Buch zu einem Page Turner macht! Besonders der erste Teil wirkt fast wie Coming-of-Age, da viele Zeitsprünge stattfinden. Die Grundstimmung wird jedoch zum Ende hin immer düsterer und bedrückender, je mehr enthüllt wird. Sprachlich ist das Buch sehr schön geschrieben, voller Emotionen, sodass man richtig mit den Figuren mitfühlt.

Insgesamt erzählt das Buch eine spannende Geschichte über Freundschaft, Trauer und den Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Man möchte unbedingt weiterlesen, um herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Das Ende lohnt sich definitiv. Ich kann das Buch sehr empfehlen! 4,5/5 Sterne.