Wiedersehen
Der Roman Kala von Colin Walsh spielt im irischen Küstenort Kinlough. Eine geplante Hochzeit führt nach 15 Jahren zu einem Wiedersehen einer ehemaligen Freundesgruppe: Kala, Mush, Joe, Aidan, Helen und Aoife waren damals unzertrennlich. Doch dann verschwand Kala spurlos. Trotz intensiver Suche blieb sie unauffindbar. Aidan nahm sich das Leben.
Als nun, fünfzehn Jahre später, Kalas sterbliche Überreste auftauchen, wird die Vergangenheit plötzlich wieder erschreckend gegenwärtig. Die Frage drängt sich auf: Was ist damals wirklich geschehen?
Mush, Helen und Joe erzählen abwechselnd aus ihrer Perspektive – sowohl von früher als auch von heute. Dabei wechselt der Roman oft unvermittelt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Da sich die drei Erzähler abwechseln, erfährt man manche Begegnungen mehrfach. Gerade das macht jedoch den Reiz aus: Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich dieselben Ereignisse wahrgenommen und erinnert werden.
Besonders auffällig ist Joes Erzählweise: Er spricht über sich selbst in der dritten Person. Diese Distanz wirkt bewusst gewählt und könnte ein Hinweis darauf sein, dass er innerlich Abstand zu sich selbst und zu den anderen hält.
Der Einstieg ins Buch erfordert etwas Geduld, da man sich zunächst in die Struktur und die verschiedenen Perspektiven einfinden muss. Doch diese kleine „Durststrecke“ lohnt sich: Mit der Zeit verdichtet sich das Geschehen, die Spannung steigt stetig – und am Ende zieht einen die Geschichte völlig in ihren Bann.
Als nun, fünfzehn Jahre später, Kalas sterbliche Überreste auftauchen, wird die Vergangenheit plötzlich wieder erschreckend gegenwärtig. Die Frage drängt sich auf: Was ist damals wirklich geschehen?
Mush, Helen und Joe erzählen abwechselnd aus ihrer Perspektive – sowohl von früher als auch von heute. Dabei wechselt der Roman oft unvermittelt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Da sich die drei Erzähler abwechseln, erfährt man manche Begegnungen mehrfach. Gerade das macht jedoch den Reiz aus: Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich dieselben Ereignisse wahrgenommen und erinnert werden.
Besonders auffällig ist Joes Erzählweise: Er spricht über sich selbst in der dritten Person. Diese Distanz wirkt bewusst gewählt und könnte ein Hinweis darauf sein, dass er innerlich Abstand zu sich selbst und zu den anderen hält.
Der Einstieg ins Buch erfordert etwas Geduld, da man sich zunächst in die Struktur und die verschiedenen Perspektiven einfinden muss. Doch diese kleine „Durststrecke“ lohnt sich: Mit der Zeit verdichtet sich das Geschehen, die Spannung steigt stetig – und am Ende zieht einen die Geschichte völlig in ihren Bann.