Äußerst spannend, sehr vielschichtig und kurzweilig

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KALTES VERSPRECHEN ist der Auftaktband der neuen Thriller-Reihe um Krølle, den etwas anderen Ermittler und Rebekka Just, der jungen Kommissarin, die bei der Hamburger Mordkommission Hoffnung auf einen Neubeginn hegt.

Gleich ihr erster Fall fordert Rebekka alles ab, zumal sie den Unfalltod einer Kollegin eher als Mord einstuft und sie damit ziemlich alleine steht. Lediglich ihr Vorgesetzter Piet Röver gewährt ihr ein kurzes Zeitfenster, um zu diesem tragischen Todesfall weiter zu forschen. Unvermutet bekommt sie von dem sehr wandelbaren Krølle Hilfe, ebenso von der erfahrenen Berliner Kollegin Lone Geising. Beide jedoch bleiben sie unter dem Radar, was Rebekka zuweilen ob ihrer neuesten Erkenntnisse in Erklärungsnöte bringt. Und nicht nur das, sie begibt sich auf gefährliches Terrain. Das ungleiche Ermittlungsduo wandelt auf einem schmalen Grat zwischen Gut und Böse.

Rebekka und Krølle, die beiden Hauptfiguren, könnten gegensätzlicher nicht sein und doch kann ich sie mir bald alleine nicht mehr vorstellen. Sie ist jung und ehrgeizig, ausgestattet mit einem Gerechtigkeitssinn, der sie immer weitertreibt. Jedes kleinste Detail erfasst sie, lässt ihre Gedanken schweifen, kombiniert haarscharf – sie ist gut in ihrem Job. Und Krølle - schon der Prolog deutet an, wie er gestrickt ist. Zumindest ansatzweise, denn seine Methoden sind so ausgefeilt wie präzise und – sie sind sehr speziell. Möchte ich ihm im wirklichen Leben begegnen? Eher nicht. Und doch ist er mir im Laufe dieser vielschichtigen Ermittlungen durchaus sympathisch geworden.

Ja, die Ermittlungen decken mehr als „nur“ den Todesfall der Kollegin auf. Es treibt sie unweigerlich vorwärts, sie stoßen auf einen zwanzig Jahre zurückliegenden Fall, der bereits als erledigt zu den Akten gelegt wurde. Je mehr sie zutage fördern, desto gefährlicher wird es auch für sie.

Mit diesem Thriller hat Katharina Peters mich komplett überzeugt. Die einzelnen Figuren sind gut nachvollziehbar eingeführt, die Handlung logisch aufgebaut, die Ermittlungen intensiv, dabei kann man das große Ganze lange nicht in Gänze durchschauen. Die vielschichtige, durchgehend spannende Story hat mich – einmal angefangen – nicht mehr losgelassen. Diesem ersten Band werden weitere folgen – ich werde unbedingt dabei sein.