Eher unspektakulär

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
motte84 Avatar

Von

Mit Kaltes Versprechen startet Katharina Peters eine neue Krimireihe, die gleichzeitig an eine vorhergehende anknüpft. Im Mittelpunkt steht der Mord an Hannah, einer ehemaligen Lübecker Kommissarin. Man muss aber die anderen Bücher nicht gelesen haben. Fans von Peters werden aber bekannte Figuren wiedertreffen.
Die Ermittlerin Rebecca Just übernimmt den Fall und erkennt schon bald, dass Hannahs Tod keineswegs ein Unfall war. Parallel arbeitet ihr Kollege Elmo Bruhn an einem anderen Fall, der eine Verbindung zu Hannahs Tod möglich erscheinen lässt. Stück für Stück kommen brisante Hintergründe ans Licht, die Rebecca in eine moralische Grauzone führen. Besonders Krolle, ein ehemaliger Weggefährte von Hannah und verdeckter Ermittler, der auch als Auftragsmörder tätig ist und seine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit verfolgt, spielt dabei eine zentrale Rolle. Über die gemeinsame Kollegin Lone Geising nimmt er Kontakt zu Rebecca auf und mischt sich in die Ermittlungen ein um Hannah zu rächen.
Die Geschichte selbst fand ich durchaus spannend und interessant. Die Verbindungen zwischen den Fällen und die nach und nach enthüllten Hintergründe sorgen dafür, dass man wissen möchte, wie alles zusammenhängt. Allerdings hatte ich Schwierigkeiten, mit den Figuren warm zu werden. Vor allem Krolle konnte ich nicht nachvollziehen und die Distanz zu seinem Handeln ist sicher gewollt. Rebecca blieb für mich etwas farblos und ich kann mich nicht mit ihr identifizieren.
Hinzu kommt, dass der erste Teil des Romans für meinen Geschmack etwas zäh ist. Erst nach und nach nimmt die Handlung Fahrt auf. Insgesamt bietet Kaltes Versprechen eine interessante Krimihandlung mit spannenden moralischen Fragen, konnte mich aber nicht komplett überzeugen.