Ein solider Auftakt mit kleinen Längen
Ein mysteriöser Todesfall, ein Ermittler jenseits des Gesetzes und ein Netz aus Lügen und Rache; "Kaltes Versprechen" hat definitiv einen interessanten Fall zu bieten. Ganz gepackt hat mich die Geschichte trotzdem nicht. Von Katharina Peters geschrieben ist es der Auftakt der Reihe um Krølle und Rebekka Just und erschien im Juli 2026 bei Aufbau Audio. Die kanpp 13 Stunden lange Hörbuchfassung wird von Jasmin Shaudeen gesprochen.
Zur Story
Als die Kriminalpsychologin Hannah Jakob tot am Fuß einer Treppe gefunden wird, scheint zunächst alles für einen Unfall zu sprechen. Kommissarin Rebekka Just glaubt allerdings nicht daran und beginnt, genauer hinzusehen. Dabei stößt sie auf ein gefährliches Geflecht aus Lügen und bekommt ausgerechnet Unterstützung von Krølle, einem Mann, der sich selbst nicht unbedingt an die Grenzen des Gesetzes gebunden fühlt.
Meine Meinung
Der Fall an sich hat(te) für mich definitiv etwas. Die Ermittlungen sind grundsätzlich nachvollziehbar und verständlich aufgebaut. Gleichzeitig gibt es nicht unnötig viele Figuren, sodass ich beim Hören gut den Überblick behalten konnte. Auch die Mischung aus klassischem Kriminalfall und einer gewissen Rachethriller-Komponente hat für mich grundsätzlich funktioniert.
Die Spannung ist durchaus vorhanden. Allerdings konnte mich die Geschichte nicht durchgehend fesseln. Zwischendurch bin ich beim Hören immer wieder einmal abgedriftet, weil es sich stellenweise gezogen hat.
Deutlich schwieriger fand ich den Umgang mit den beiden Hauptfiguren. Vor allem Rebekka Just wurde mir stellenweise zu naiv dargestellt. Und bei Krølle ist die Distanz zu seinem Handeln vermutlich bewusst angelegt, sympathisch wars aber nicht (und muss es vielleicht auch nicht sein). Trotzdem bin ich mit ihm überhaupt nicht warm geworden. Ich konnte seine Figur und manche seiner Entscheidungen nicht wirklich greifen, wodurch auch die zentrale Dynamik zwischen den beiden Protagonist für mich nicht ganz funktioniert hat.
Dazu kommen sehr viele Informationen über die beiden Hauptfiguren und ihre jeweiligen Hintergründe. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Informationen für die Entwicklung der Reihe später noch wichtig werden. Für diesen ersten Fall war es mir allerdings teilweise zu viel. Ich hatte stellenweise das Gefühl, dass der Auftakt gleichzeitig Fall und komplette Vorgeschichte liefern möchte. Dadurch verliert der eigentliche Kriminalfall etwas an Raum.
Als Hörbuch hat die Geschichte für mich trotzdem funktioniert. Jasmin Shaudeen liest angenehm und sorgt dafür, dass man auch durch die ruhigeren Passagen gut kommt.
Fazit
Insgesamt ist "Kaltes Versprechen" für mich ein solider Thriller mit einem interessanten Fall, der allerdings durch einige Längen und Figuren, zu denen ich keinen richtigen Zugang gefunden habe, an Spannung verliert. Ich kannte die Autorin Katharina Peters bisher noch nicht und bin deshalb ohne Erwartungen an das Hörbuch gegangen. Bereut habe ich die Zeit damit nicht, begeistert bin ich allerdings auch nicht. Für mich ein „kann man machen, muss man aber nicht“. Als Print könnte ich mir die Geschichte sogar etwas besser vorstellen als als Hörbuch, weil ich beim Zuhören doch immer wieder abgeschweift bin. Danke an netgalley.de und Aufbau Audio für das Rezensionsexemplar.
Zur Story
Als die Kriminalpsychologin Hannah Jakob tot am Fuß einer Treppe gefunden wird, scheint zunächst alles für einen Unfall zu sprechen. Kommissarin Rebekka Just glaubt allerdings nicht daran und beginnt, genauer hinzusehen. Dabei stößt sie auf ein gefährliches Geflecht aus Lügen und bekommt ausgerechnet Unterstützung von Krølle, einem Mann, der sich selbst nicht unbedingt an die Grenzen des Gesetzes gebunden fühlt.
Meine Meinung
Der Fall an sich hat(te) für mich definitiv etwas. Die Ermittlungen sind grundsätzlich nachvollziehbar und verständlich aufgebaut. Gleichzeitig gibt es nicht unnötig viele Figuren, sodass ich beim Hören gut den Überblick behalten konnte. Auch die Mischung aus klassischem Kriminalfall und einer gewissen Rachethriller-Komponente hat für mich grundsätzlich funktioniert.
Die Spannung ist durchaus vorhanden. Allerdings konnte mich die Geschichte nicht durchgehend fesseln. Zwischendurch bin ich beim Hören immer wieder einmal abgedriftet, weil es sich stellenweise gezogen hat.
Deutlich schwieriger fand ich den Umgang mit den beiden Hauptfiguren. Vor allem Rebekka Just wurde mir stellenweise zu naiv dargestellt. Und bei Krølle ist die Distanz zu seinem Handeln vermutlich bewusst angelegt, sympathisch wars aber nicht (und muss es vielleicht auch nicht sein). Trotzdem bin ich mit ihm überhaupt nicht warm geworden. Ich konnte seine Figur und manche seiner Entscheidungen nicht wirklich greifen, wodurch auch die zentrale Dynamik zwischen den beiden Protagonist für mich nicht ganz funktioniert hat.
Dazu kommen sehr viele Informationen über die beiden Hauptfiguren und ihre jeweiligen Hintergründe. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Informationen für die Entwicklung der Reihe später noch wichtig werden. Für diesen ersten Fall war es mir allerdings teilweise zu viel. Ich hatte stellenweise das Gefühl, dass der Auftakt gleichzeitig Fall und komplette Vorgeschichte liefern möchte. Dadurch verliert der eigentliche Kriminalfall etwas an Raum.
Als Hörbuch hat die Geschichte für mich trotzdem funktioniert. Jasmin Shaudeen liest angenehm und sorgt dafür, dass man auch durch die ruhigeren Passagen gut kommt.
Fazit
Insgesamt ist "Kaltes Versprechen" für mich ein solider Thriller mit einem interessanten Fall, der allerdings durch einige Längen und Figuren, zu denen ich keinen richtigen Zugang gefunden habe, an Spannung verliert. Ich kannte die Autorin Katharina Peters bisher noch nicht und bin deshalb ohne Erwartungen an das Hörbuch gegangen. Bereut habe ich die Zeit damit nicht, begeistert bin ich allerdings auch nicht. Für mich ein „kann man machen, muss man aber nicht“. Als Print könnte ich mir die Geschichte sogar etwas besser vorstellen als als Hörbuch, weil ich beim Zuhören doch immer wieder abgeschweift bin. Danke an netgalley.de und Aufbau Audio für das Rezensionsexemplar.