Gelungener Krimi mit viel Atmosphäre und einem interessanten Ermittlerteam

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andilesonaut Avatar

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Katherina Peters schafft es auch mit „Kaltes Versprechen“, eine Geschichte zu erzählen, die einen schnell in ihren Bann zieht. Der Einstieg gelingt mühelos und schon nach wenigen Seiten möchte man wissen, was wirklich hinter den Ereignissen steckt. Statt auf pausenlose Action setzt die Autorin auf gute Ermittlungsarbeit, interessante Figuren und eine Handlung, die sich nach und nach entfaltet.

Besonders gut gefallen hat mir das Zusammenspiel von Rebekka Just und Krølle. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, genau das macht ihre Zusammenarbeit aber so spannend. Während Rebekka besonnen und strukturiert vorgeht, verfolgt Krølle oft seine ganz eigenen Methoden. Dadurch entstehen immer wieder interessante Situationen, die die Geschichte lebendig machen.

Auch der Fall selbst ist clever aufgebaut. Es gibt mehrere Spuren, verschiedene Verdächtige und einige Wendungen, die dafür sorgen, dass man bis zum Ende miträtselt. Trotzdem bleibt alles nachvollziehbar und wirkt nie unnötig kompliziert. Man merkt, dass die Autorin ihre Geschichte gut durchdacht hat.

Der Schreibstil ist angenehm locker und flüssig. Die Kapitel lesen sich schnell weg und sorgen dafür, dass man immer noch ein Kapitel anhängen möchte. An manchen Stellen hätte ich mir allerdings etwas mehr Tempo und Nervenkitzel gewünscht. Gerade im Mittelteil nimmt sich die Handlung viel Zeit für die Ermittlungen, wodurch die Spannung zwischendurch etwas abflacht.

Trotzdem hat mich der Krimi sehr gut unterhalten. Vor allem die sympathischen Figuren und die stimmige Atmosphäre machen Lust darauf, auch die nächsten Fälle des neuen Ermittlerduos zu lesen. Wer lieber clevere Krimis als blutige Thriller liest und Wert auf glaubwürdige Charaktere legt, sollte sich „Kaltes Versprechen“ auf jeden Fall anschauen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. Ein gelungener Reihenauftakt, der definitiv neugierig auf mehr macht.