Heiligt der Zweck immer die Mittel ?

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lesolaf Avatar

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Der Thriller „Kaltes Versprechen“ ist ein Ausnahmeroman. Das oder die Verbrechen, um die es geht, sind am Ende zwar aufgeklärt, aber der Weg dorthin, den Katharina Peters beschreibt, ist fragwürdig. Vorweg: Die Charaktere und auch die Gedankengänge und Folgerungen sowohl der jungen Kommissarin als auch des im Untergrund agierenden erfahrenen Ermittlers sind so farbig und ausführlich beschrieben, dass ich als Leser das Buch am liebsten nicht beiseite gelegt hätte. Und auch das Menschliche, das manchmal zu unerwarteten Wendungen führt, kommt nicht zu kurz. Aber die Hauptfragen für mich beantwortet dieses Buch nicht: Ist Krolle nicht selbst ein „Böser“, auch wenn er die Ziele der „Guten“ verfolgt? Und wie viel Böses darf ein Guter tun, um seine Ziele zu erreichen? Unstreitig ist, dass die Bösen gute Chancen haben davon zu kommen, wenn sie wissen, wie weit die Guten gehen dürfen. Für mich hat der Roman deshalb nur ein Happyend zweiter Klasse. Aber gerade deshalb ist er besonders lesenswert.