Wenn die Guten nicht mehr gut sind

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peedee Avatar

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Krølle und Just, Band 1: Kriminalpsychologin Hannah Jakob ist zu Hause auf der Treppe zu Tode gestürzt – ein tragischer Unfall. Wirklich? Kommissarin Rebekka Just von der Mordkommission Hamburg hat grösste Bedenken. Als die grosse Soko keine Ergebnisse bringt, wird sie auf ein Minimum reduziert: Rebekka ermittelt weiter. Sie erhält Unterstützung von einer Ermittlerin aus Berlin und Krølle, einem Mann mit unkonventionellen Methoden. Durch die Recherchen werden etliche Gespenster aus der Vergangenheit geweckt…

Erster Eindruck: Das Cover ist düster; die Kerbe in der Mitte absolut passend für einen Thriller (gute Haptik).

Rebekka Just, die 28-jährige Kommissarin, ist noch neu beim LKA-Dezernat für Tötungsdelikte in Hamburg. Sie kannte Hannah und schätzte sie als Kollegin. Sie ist über deren Tod erschüttert – wie viele ihrer Kollegen –, und es ist ihr ein grosses Anliegen, den Fall aufzuklären. Sie glaubt nicht an einen Unfall. Piet Röver, ihr Chef, lässt ihr freie Hand, weist sie aber immer wieder darauf hin, dass es nicht ausreicht, etwas zu glauben, es müssen hieb- und stichfeste Beweise her! Rebekka bekommt Unterstützung von Lone Gelsing, einer Ermittlerin aus Berlin, da Hannah vorher auch dort beschäftigt war. Durch Lones Kontakt ergibt sich eine weitere – inoffizielle – Unterstützung: Krølle. Lässt sich Rebekka darauf ein, mit einem Schattenmann zu arbeiten, wohlwissend, dass sie seinen Namen nicht nennen darf?

Ich kannte bisher „nur“ die Krimireihe um Romy Beccare von Katharina Peters und war daher sehr gespannt auf einen Thriller von ihr. Und? Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Etwas Mühe hatte ich mit den vielen Protagonisten und den verschiedenen Fällen. Erstaunt hat mich zudem, dass Rebekka Just, als noch nicht so routinierte Ermittlerin nach der Redimensionierung der Soko quasi im Alleingang ermittelt. Aber nun denn, das ist vielleicht tatsächlich so üblich. Krølle, der Schattenmann, ist ein Verwandlungskünstler – er hat viele Verkleidungen und Masken in petto. Er ist ein absoluter Tiernarr und hat Hannahs Hund Kotti zu sich genommen. Das ist m.E. auch sein Schwachpunkt: Wenn er in der Öffentlichkeit mit dem Hund auftritt, könnte ihm das mal auf die Füsse fallen, denn schliesslich kann sich der Hund nicht plötzlich als Deutsche Dogge oder als Pudel verkleiden. Seine Erscheinungen im Traum fand ich etwas merkwürdig. Auf der Rückseite des Buches heisst es: „Ein Fall, der unsere Vorstellungen von Gut und Böse in ihren Grundfesten erschüttert“ – das ist absolut zutreffend. Von mir gibt es 4 Sterne. Bei der Fortsetzung bin ich wieder mit dabei.