Alles wirkt ruhig, aber nichts ist es

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apfelmaus Avatar

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Der Text hat mich direkt reingezogen, weil er sich nicht geschniegelt anfühlt, sondern eher wie ein Gedankenstrom, der immer wieder abdriftet. Man ist ziemlich nah an Jojo dran, ohne dass einem alles erklärt wird – und genau das macht es spannend. Dieses ständige Hin- und Herspringen zwischen Alltag im Labor, Uni und den Erinnerungen wirkt ziemlich echt und manchmal auch ein bisschen anstrengend, im guten Sinn.

Am meisten hängen geblieben ist dieses Gefühl von innerer Unruhe, das eigentlich durchgehend da ist, auch wenn äußerlich alles funktioniert. Das Labor wirkt fast wie ein Gegenpol, so ein Ort, wo alles geregelt ist – aber genau da merkt man, wie viel in ihr eigentlich nicht sortiert ist.

Die Sprache ist dabei ziemlich direkt und nah dran, nicht geschönt. Ich hatte eher das Gefühl, jemand denkt laut, als dass mir eine „fertige Geschichte“ erzählt wird. Dadurch bleibt es im Kopf, auch wenn man gar nicht genau sagen kann, woran es liegt.