Ein scharfkantiger Blick zurück in das „deutsche Grau“
Der Beginn von „Kaskaden“ hat mich sofort in seinen Bann gezogen, da er eine ungemein dichte und melancholische Atmosphäre heraufbeschwört. Die Geschichte setzt mit einer Beerdigung und einer mysteriösen DVD ein, was unmittelbar Spannung erzeugt. Besonders faszinierend finde ich die Protagonistin Jojo, deren zwanghaft wirkende Reinlichkeit und ihre akribische Arbeit im Labor einen spannenden Kontrast zu den ungeschönten, fast schon schmutzigen Erinnerungen an ihre Jugend in der Vorstadt bilden.
Die Sprache von Louise K. Böhm ist modern, direkt und bildstark. Sie nutzt eine klare, teils lakonische Ausdrucksweise, um Jojos Innenwelt und ihre Distanz zur Umgebung; sei es im Labor oder unter Kommilitonen, greifbar zu machen. Besonders die Beschreibungen der Vorstadt, die sich wie „zähflüssige Kaugummifetzen“ anfühlt, oder der Vergleich einer Brücke mit einem „verwachsenen Fußnagel“, zeugen von einer originellen und treffenden Wortwahl.
Nach Abschluss der Leseprobe habe ich ein sehr großes Interesse daran, zu erfahren, wie es weitergeht. Die Frage, was sich auf der DVD befindet und was genau zum Bruch mit ihrer ehemals unzertrennlichen Freundin Yara geführt hat, bleibt als starker Cliffhanger zurück. Man spürt, dass unter der kontrollierten Oberfläche von Jojos neuem Leben tiefe Wunden liegen, die im weiteren Verlauf des Romans sicher noch aufgerissen werden.
Die Sprache von Louise K. Böhm ist modern, direkt und bildstark. Sie nutzt eine klare, teils lakonische Ausdrucksweise, um Jojos Innenwelt und ihre Distanz zur Umgebung; sei es im Labor oder unter Kommilitonen, greifbar zu machen. Besonders die Beschreibungen der Vorstadt, die sich wie „zähflüssige Kaugummifetzen“ anfühlt, oder der Vergleich einer Brücke mit einem „verwachsenen Fußnagel“, zeugen von einer originellen und treffenden Wortwahl.
Nach Abschluss der Leseprobe habe ich ein sehr großes Interesse daran, zu erfahren, wie es weitergeht. Die Frage, was sich auf der DVD befindet und was genau zum Bruch mit ihrer ehemals unzertrennlichen Freundin Yara geführt hat, bleibt als starker Cliffhanger zurück. Man spürt, dass unter der kontrollierten Oberfläche von Jojos neuem Leben tiefe Wunden liegen, die im weiteren Verlauf des Romans sicher noch aufgerissen werden.