Pommes ohne Ketchup und eine DVD die ich nicht öffnen will
Okay, ich war quasi sofort drin. Erster Satz, erste Seite: „Ich denke: Thorsten ist gestorben, krass. Ich denke: Jetzt eine Pommes. Aber bitte ohne Ketchup." So wird eine Figur eingeführt. Kein großes Gefühlsrummel, kein erklärender Erzähler der mir sagt wie ich das zu fühlen habe, einfach dieser absurde, dissoziierte Gedankensprung, der so verdammt echt klingt, dass ich kurz schlucken musste.
Böhm schreibt sehr präzise. Fast klinisch manchmal, was gut passt, weil Jojo Biowissenschaften macht und ihr Gehirn offensichtlich so funktioniert. Alles wird kategorisiert, gemessen, auf Keime untersucht. Das PCR-Protokoll als Beruhigungsritual, die Deckenlichter zählen und abklopfen vor dem Arbeiten. Das ist nicht einfach Charakterisierung, das ist wirklich gelebte Erfahrung auf der Seite. Wer das geschrieben hat, weiß wovon sie redet, oder hat sehr gut recherchiert.
Yara macht mich neugierig. Was zwischen den beiden war und ist und nicht mehr ist, fühlt sich bedeutsam an ohne dass mir bisher groß was erklärt wurde. Die Erinnerungen kommen in Wellen, ungeordnet, löchrig. Die DVD als Objekt das gleichzeitig anzieht und abstößt. Das funktioniert.
Was mich ein kleines bisschen bremst: Jakob, der Tutor, fühlt sich schon sehr nach klassischem Love Interest an. Der Moment wo Jojo merkt dass ihre Körperchemie entschieden hat dass sie ihn mag, obwohl ihr Kopf das ablehnt. Ich weiß nicht. Ich hoffe dass Böhm da mehr vorhat als das klassische Muster. Der Charakter selbst ist sympathisch genug, aber ich bin wachsam.
Was mich weiterlesen lässt: Ich will wissen was auf der DVD ist. Und ich will Yara kennenlernen.
Böhm schreibt sehr präzise. Fast klinisch manchmal, was gut passt, weil Jojo Biowissenschaften macht und ihr Gehirn offensichtlich so funktioniert. Alles wird kategorisiert, gemessen, auf Keime untersucht. Das PCR-Protokoll als Beruhigungsritual, die Deckenlichter zählen und abklopfen vor dem Arbeiten. Das ist nicht einfach Charakterisierung, das ist wirklich gelebte Erfahrung auf der Seite. Wer das geschrieben hat, weiß wovon sie redet, oder hat sehr gut recherchiert.
Yara macht mich neugierig. Was zwischen den beiden war und ist und nicht mehr ist, fühlt sich bedeutsam an ohne dass mir bisher groß was erklärt wurde. Die Erinnerungen kommen in Wellen, ungeordnet, löchrig. Die DVD als Objekt das gleichzeitig anzieht und abstößt. Das funktioniert.
Was mich ein kleines bisschen bremst: Jakob, der Tutor, fühlt sich schon sehr nach klassischem Love Interest an. Der Moment wo Jojo merkt dass ihre Körperchemie entschieden hat dass sie ihn mag, obwohl ihr Kopf das ablehnt. Ich weiß nicht. Ich hoffe dass Böhm da mehr vorhat als das klassische Muster. Der Charakter selbst ist sympathisch genug, aber ich bin wachsam.
Was mich weiterlesen lässt: Ich will wissen was auf der DVD ist. Und ich will Yara kennenlernen.