Sehr nah an der Gegenwart

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emmapaudo Avatar

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Man stürzt recht direkt in Jojos Alltag rein, wird Teil ihrer Gedanken und bekommt schnell einen Eindruck von ihr als Person. Mir gefällt das Uni- und WG-Setting sehr, genauso wie die vielen kleinen Details, die in Bezug auf ihre Kindheit und Jugend erwähnt werden, wie Kinder Pingui, Fishnet-Strumpfhosen, Bravo, ... Wenn es um die Gegenwart geht, fühlt sich die Erzählung auch sehr zeitgemäß an, als würde sich Jojos Leben tatsächlich so irgendwo in Deutschland abspielen.
Jojo scheint in den gleichen Jahren wie ich großgeworden zu sein und in der gleichen Gegenwart wie ich zu leben. Deshalb fühle ich mich ihr und der Geschichte jetzt schon nah, und es macht sehr Spaß zu lesen.
Auch, wie sie Jakob als Möchtegernfeministen abstempelt, finde ich so echt, und ich bin gespannt, wie sich die Geschichte zwischen ihnen entwickelt. Genauso natürlich, was mit Yara passiert ist, und wie sich diese zwei Handlungsstränge ausbalancieren bzw. sich gegenseitig genug Raum lassen.
Auch das Cover gefällt mir sehr!