Wow! ✨
Die Leseprobe von Kaskaden hat bei mir sofort Interesse geweckt. Schon der Klappentext vermittelt das Gefühl, dass hier nicht einfach nur eine typische Gegenwartsgeschichte erzählt wird, sondern ein Roman über Herkunft, Zugehörigkeit und die Angst, nicht wirklich dazuzugehören. Besonders Jojo wirkt dabei wie eine Figur, mit der man schnell mitfühlt.
Ihre Unsicherheit und die ständige Sorge, „entlarvt“ zu werden, wirken sehr glaubwürdig und psychologisch nachvollziehbar
Sprachlich wirkt der Text sehr kontrolliert und atmosphärisch dicht. Louise K. Böhm schafft es, soziale Unsicherheit und Herkunftsscham eindringlich darzustellen, ohne dabei künstlich dramatisch zu werden. Die Beziehungen zwischen den Figuren fühlen sich echt an, gerade die Verbindung zwischen Jojo und Yara wirkt emotional komplex und gleichzeitig sehr natürlich. Dadurch entsteht sofort Spannung, weil man verstehen möchte, warum Yara plötzlich aus Jojos Leben verschwunden ist
Besonders gelungen finde ich die ruhige, teilweise fast beklemmende Stimmung des Romans. Die Sprache ist literarisch, aber nicht überladen, sondern direkt und nah an den Gedanken der Hauptfigur. Oft wirkt es eher wie ein Gedankenstrom als wie eine klar geordnete Erzählung. Gerade dieses Hin- und Herspringen zwischen Uni, Labor und Erinnerungen macht die innere Unruhe von Jojo spürbar. Das Labor erscheint dabei fast wie ein Gegenpol, ein Ort der Ordnung inmitten ihres emotionalen Chaos
Teilweise hatte ich allerdings den Eindruck, dass die starke Konzentration auf Innenwahrnehmung und Atmosphäre die Handlung etwas verlangsamt. Deshalb hoffe ich, dass der Roman im weiteren Verlauf noch stärkere emotionale Konflikte und Zuspitzungen entwickelt. Trotzdem hinterlässt die Leseprobe insgesamt einen sehr anspruchsvollen und reflektierten Eindruck, der sich deutlich von vielen aktuellen Gegenwartsromanen abhebt
Ihre Unsicherheit und die ständige Sorge, „entlarvt“ zu werden, wirken sehr glaubwürdig und psychologisch nachvollziehbar
Sprachlich wirkt der Text sehr kontrolliert und atmosphärisch dicht. Louise K. Böhm schafft es, soziale Unsicherheit und Herkunftsscham eindringlich darzustellen, ohne dabei künstlich dramatisch zu werden. Die Beziehungen zwischen den Figuren fühlen sich echt an, gerade die Verbindung zwischen Jojo und Yara wirkt emotional komplex und gleichzeitig sehr natürlich. Dadurch entsteht sofort Spannung, weil man verstehen möchte, warum Yara plötzlich aus Jojos Leben verschwunden ist
Besonders gelungen finde ich die ruhige, teilweise fast beklemmende Stimmung des Romans. Die Sprache ist literarisch, aber nicht überladen, sondern direkt und nah an den Gedanken der Hauptfigur. Oft wirkt es eher wie ein Gedankenstrom als wie eine klar geordnete Erzählung. Gerade dieses Hin- und Herspringen zwischen Uni, Labor und Erinnerungen macht die innere Unruhe von Jojo spürbar. Das Labor erscheint dabei fast wie ein Gegenpol, ein Ort der Ordnung inmitten ihres emotionalen Chaos
Teilweise hatte ich allerdings den Eindruck, dass die starke Konzentration auf Innenwahrnehmung und Atmosphäre die Handlung etwas verlangsamt. Deshalb hoffe ich, dass der Roman im weiteren Verlauf noch stärkere emotionale Konflikte und Zuspitzungen entwickelt. Trotzdem hinterlässt die Leseprobe insgesamt einen sehr anspruchsvollen und reflektierten Eindruck, der sich deutlich von vielen aktuellen Gegenwartsromanen abhebt