Ein Sturm für Protagonistin und LeserIn
Nach der Schule beginnt das Studium. Partys, erste Freiheiten, große Gefühle, Enttäuschungen. Viele Probleme treten zum ersten Mal ins eigene Leben und müssen bewältigt werden. Mitten in diesem Chaos steht Joy, die von allen nur Jojo genannt wird. Von Freude ist bei ihr nämlich wenig übrig. Bis heute leidet sie unter dem Ausgang ihrer ersten großen Liebe, ihre Sauberkeitszwänge bestimmen ihren Alltag und obwohl sie Mikrobiologie studiert, gelingt es ihr kaum, die Kontrolle über ihre Ängste zu halten. Dazu kommen finanzielle Sorgen.
Die LeserInnen begleiten Jojo intensiv durch diese schwierige Lebensphase. Dabei zeigt sie eine junge Frau, die versucht, ihren Problemen ständig auszuweichen. Normalerweise tue ich mich mit solchen Figuren schwer. Verdrängung ist für mich oft frustrierend zu lesen. Dennoch funktionierte es hier überraschend gut, weil Jojos Gedankenwelt so nachvollziehbar dargestellt wird.
Der Schreibstil erinnerte mich stellenweise an Julia Engelmann. Die Sprache ist bildhaft, poetisch und nah an moderner Lyrik. Gerade zu Beginn war mir das fast etwas zu viel. Die langen, verschachtelten Sätze verlangsamten meinen Lesefluss. Mit der Zeit entwickelte die Erzählweise jedoch einen besonderen Sog. Die sprachlichen Bilder passten perfekt zu dem Gedankenkarussell, das viele Menschen Anfang zwanzig kennen dürften.
Nach und nach erfahren wir mehr über Jojos familiären Hintergrund. Lange bleiben die Ursachen vieler Ängste jedoch im Verborgenen. Erst gegen Ende wird deutlich, wie stark bestimmte Erfahrungen sie geprägt haben. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Vor allem die Hintergründe ihrer Zwänge sowie mögliche Wege im Umgang damit hätten mehr Raum bekommen dürfen.
Gleichzeitig mochte ich, dass der Roman keine einfachen Antworten liefert. Nicht jede Wunde heilt sofort und nicht jedes Problem verschwindet nach einer Erkenntnis. Gerade dadurch wirkt Jojos Entwicklung glaubwürdig.
Insgesamt eine emotionale, sprachgewaltige Geschichte über das Erwachsenwerden, psychische Belastungen und die Schwierigkeit, sich den eigenen Dämonen zu stellen. Die Aufarbeitung zum Ende hin gelingt und rundet den Roman stimmig ab.
Die LeserInnen begleiten Jojo intensiv durch diese schwierige Lebensphase. Dabei zeigt sie eine junge Frau, die versucht, ihren Problemen ständig auszuweichen. Normalerweise tue ich mich mit solchen Figuren schwer. Verdrängung ist für mich oft frustrierend zu lesen. Dennoch funktionierte es hier überraschend gut, weil Jojos Gedankenwelt so nachvollziehbar dargestellt wird.
Der Schreibstil erinnerte mich stellenweise an Julia Engelmann. Die Sprache ist bildhaft, poetisch und nah an moderner Lyrik. Gerade zu Beginn war mir das fast etwas zu viel. Die langen, verschachtelten Sätze verlangsamten meinen Lesefluss. Mit der Zeit entwickelte die Erzählweise jedoch einen besonderen Sog. Die sprachlichen Bilder passten perfekt zu dem Gedankenkarussell, das viele Menschen Anfang zwanzig kennen dürften.
Nach und nach erfahren wir mehr über Jojos familiären Hintergrund. Lange bleiben die Ursachen vieler Ängste jedoch im Verborgenen. Erst gegen Ende wird deutlich, wie stark bestimmte Erfahrungen sie geprägt haben. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Vor allem die Hintergründe ihrer Zwänge sowie mögliche Wege im Umgang damit hätten mehr Raum bekommen dürfen.
Gleichzeitig mochte ich, dass der Roman keine einfachen Antworten liefert. Nicht jede Wunde heilt sofort und nicht jedes Problem verschwindet nach einer Erkenntnis. Gerade dadurch wirkt Jojos Entwicklung glaubwürdig.
Insgesamt eine emotionale, sprachgewaltige Geschichte über das Erwachsenwerden, psychische Belastungen und die Schwierigkeit, sich den eigenen Dämonen zu stellen. Die Aufarbeitung zum Ende hin gelingt und rundet den Roman stimmig ab.