Eine gute Idee, die mich sprachlich nicht ganz überzeugen konnte

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inibieni81 Avatar

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Die Thematik des Romans, die Storyline sowie die Figuren und ihre Beziehungen zueinander klangen für mich zunächst sehr vielversprechend. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen.

Einige Gedanken der Protagonistin waren sehr schön und ihre inneren Konflikte wurden teilweise eindringlich und ungeschönt dargestellt. Auch die ungeklärte Vergangenheit der beiden Freundinnen hat Spannung erzeugt. Besonders die letzte Enthüllung darüber, warum sie keinen Kontakt mehr hatten, war für mich ein überraschender Plottwist. Schade fand ich allerdings, dass Jojos Verhalten danach vergleichsweise schnell wieder relativiert wurde.

Mein größtes Problem waren die vielen, teilweise sehr repetitiven und verschnörkelten Beschreibungen. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte im Kreis dreht, insbesondere durch die ständigen Gedanken darüber, was sich wohl auf der DVD befindet. Auch die zahlreichen Rückblenden haben für mich nicht immer neue Informationen vermittelt, sondern wirkten teilweise eher wie ein Stilmittel für die Atmosphäre. Die oft fragmentarische Sprache hat meinen Lesefluss zusätzlich erschwert.

Auch die Dialoge konnten mich leider nicht überzeugen. Viele Gespräche wirkten auf mich sehr konstruiert, da die Figuren ihre Gedanken und Gefühle ungewöhnlich direkt aussprechen. Dadurch fehlte mir stellenweise die Natürlichkeit, die ich mir von Dialogen wünsche.

Insgesamt hatte die Geschichte für mich durchaus interessante Ansätze und einige starke Momente. Die sprachliche Umsetzung und insbesondere die Dialoge haben mir den Zugang zur Geschichte jedoch erschwert.