Feinfühlig und gegenwärtig
Es ist tatsächlich nicht so leicht, dieses Buch in eine Schublade zu packen, da es von so vielem etwas hat: Da wäre zum Einen eine Storyline, die es mit Coming-of-Age-Romance aufnehmen könnte, zum Anderen weisen der Schreibstil und die Erzählperspektive aber viel mehr auf eine zeitgenössische kritische Erzählung hin: Ein Drama, ohne eine außerordentliche Spanungskurve deuten die Spuren aus der Vergangenheit an.
Die Geschwindigkeit ist gering, die Gedanken der Protagonistin laut, ihre Laune 90% der Zeit im Keller, und doch hat die hier gebotene Innensicht etwas so Verletzliches, dass das Lesen wie im Sog war. Die Auflösung, was tatsächlich in der Vergangenheit vorgefallen ist, kam nicht ganz überraschend. Aber auf dem Weg dahin konnte ich mich immer wieder mit der Sichtweise der Protagonistin auf Alltägliches identifizieren (ein Porträt unserer Gegenwart in den 20ern als Studentin) und mich an einigen ausgefallenen Formulierungen erfreuen.
Die Geschwindigkeit ist gering, die Gedanken der Protagonistin laut, ihre Laune 90% der Zeit im Keller, und doch hat die hier gebotene Innensicht etwas so Verletzliches, dass das Lesen wie im Sog war. Die Auflösung, was tatsächlich in der Vergangenheit vorgefallen ist, kam nicht ganz überraschend. Aber auf dem Weg dahin konnte ich mich immer wieder mit der Sichtweise der Protagonistin auf Alltägliches identifizieren (ein Porträt unserer Gegenwart in den 20ern als Studentin) und mich an einigen ausgefallenen Formulierungen erfreuen.