Freundschaft, Herkunft und die Suche nach dem eigenen Platz
Schon das Cover von Kaskaden hat mich angesprochen. Es wirkt wie eine Erinnerung an gemeinsame Abenteuer, an eine intensive Freundschaft und an die Zeit des Erwachsenwerdens. Die Gestaltung passt für mich sehr gut zu der Geschichte und vermittelt genau die Stimmung, die sich auch im Roman wiederfindet.
Im Mittelpunkt steht Jojo, die ihre Herkunft am liebsten hinter sich lassen würde und versucht, sich an der Universität ein neues Leben aufzubauen. Als sie plötzlich wieder mit ihrer ehemaligen besten Freundin Yara konfrontiert wird, holen sie Erinnerungen und ungelöste Fragen aus ihrer Vergangenheit ein. Dabei erzählt Louise K. Böhm von Freundschaft, Herkunft, Zugehörigkeit und dem Wunsch, seinen eigenen Platz im Leben zu finden.
Besonders gefallen hat mir der Schreibstil. Die Autorin schreibt sehr flüssig und angenehm, sodass ich schnell durch die Geschichte gekommen bin. Der Roman liest sich leicht, ohne oberflächlich zu wirken, und die Erzählweise hat dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte. Auch der Einsatz von Gendersternchen fiel mir beim Lesen überhaupt nicht auf oder hat den Lesefluss gestört.
Die Figuren wirkten auf mich authentisch und ihre Gedanken sowie Entscheidungen waren größtenteils nachvollziehbar. Vor allem die Freundschaft zwischen Jojo und Yara steht klar im Mittelpunkt und bildet das Herzstück des Romans. Man spürt, wie prägend diese Verbindung für beide gewesen ist und welche Rolle sie noch immer in ihrem Leben spielt.
Trotz der interessanten Themen hat mich die Geschichte allerdings nicht ganz so berührt, wie ich es mir erhofft hatte. Für die vergleichsweise geringe Seitenzahl steckt viel Inhalt im Buch, dennoch blieb ich emotional oft eher Beobachterin als wirklich mit den Figuren verbunden. Mir fehlte stellenweise etwas mehr Tiefe, um die Gefühle und Konflikte noch intensiver nachzuempfinden. Deshalb konnte mich die Geschichte zwar interessieren, aber nicht vollständig mitreißen.
Dennoch zeigt Louise K. Böhm für mich großes Talent. Die Themen sind klug gewählt, die Figuren glaubwürdig gezeichnet und der Roman liest sich ausgesprochen angenehm. Ich bin deshalb gespannt, welche Geschichten die Autorin in Zukunft noch erzählen wird und werde ihre weitere Entwicklung auf jeden Fall im Blick behalten.
Fazit: Kaskaden ist ein gut lesbarer Roman über Freundschaft, Herkunft und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Auch wenn mich die Geschichte emotional nicht vollständig erreicht hat, habe ich die Lektüre insgesamt gerne gelesen. Besonders Leserinnen in ihren Zwanzigern dürften sich in den Themen rund um Selbstfindung, Zugehörigkeit und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens wiederfinden.
Im Mittelpunkt steht Jojo, die ihre Herkunft am liebsten hinter sich lassen würde und versucht, sich an der Universität ein neues Leben aufzubauen. Als sie plötzlich wieder mit ihrer ehemaligen besten Freundin Yara konfrontiert wird, holen sie Erinnerungen und ungelöste Fragen aus ihrer Vergangenheit ein. Dabei erzählt Louise K. Böhm von Freundschaft, Herkunft, Zugehörigkeit und dem Wunsch, seinen eigenen Platz im Leben zu finden.
Besonders gefallen hat mir der Schreibstil. Die Autorin schreibt sehr flüssig und angenehm, sodass ich schnell durch die Geschichte gekommen bin. Der Roman liest sich leicht, ohne oberflächlich zu wirken, und die Erzählweise hat dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte. Auch der Einsatz von Gendersternchen fiel mir beim Lesen überhaupt nicht auf oder hat den Lesefluss gestört.
Die Figuren wirkten auf mich authentisch und ihre Gedanken sowie Entscheidungen waren größtenteils nachvollziehbar. Vor allem die Freundschaft zwischen Jojo und Yara steht klar im Mittelpunkt und bildet das Herzstück des Romans. Man spürt, wie prägend diese Verbindung für beide gewesen ist und welche Rolle sie noch immer in ihrem Leben spielt.
Trotz der interessanten Themen hat mich die Geschichte allerdings nicht ganz so berührt, wie ich es mir erhofft hatte. Für die vergleichsweise geringe Seitenzahl steckt viel Inhalt im Buch, dennoch blieb ich emotional oft eher Beobachterin als wirklich mit den Figuren verbunden. Mir fehlte stellenweise etwas mehr Tiefe, um die Gefühle und Konflikte noch intensiver nachzuempfinden. Deshalb konnte mich die Geschichte zwar interessieren, aber nicht vollständig mitreißen.
Dennoch zeigt Louise K. Böhm für mich großes Talent. Die Themen sind klug gewählt, die Figuren glaubwürdig gezeichnet und der Roman liest sich ausgesprochen angenehm. Ich bin deshalb gespannt, welche Geschichten die Autorin in Zukunft noch erzählen wird und werde ihre weitere Entwicklung auf jeden Fall im Blick behalten.
Fazit: Kaskaden ist ein gut lesbarer Roman über Freundschaft, Herkunft und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Auch wenn mich die Geschichte emotional nicht vollständig erreicht hat, habe ich die Lektüre insgesamt gerne gelesen. Besonders Leserinnen in ihren Zwanzigern dürften sich in den Themen rund um Selbstfindung, Zugehörigkeit und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens wiederfinden.