Großartiges Debüt mit absolutem Suchtpotenzial!

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lesemadi Avatar

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Was für ein intensives und berührendes Debüt! Luise K. Böhm hat mit „Kaskaden“ einen emotionalen und tiefgründigen Roman über Freundschaft, Herkunft, Klassenscham und das Erwachsenwerden geschrieben. Im Mittelpunkt steht Jojo, die ihre plötzlich verschwundene beste Freundin Yara schmerzhaft vermisst und sich in einer völlig neuen, wohlhabenden Welt zurechtfinden muss. Die Autorin erzählt Jojos Geschichte mit einer enormen sprachlichen Sensibilität – rau, ehrlich und absolut unverkitscht.
Der Schreibstil ist sehr poetisch, aber direkt und kommt völlig ohne ablenkenden Schnickschnack aus. Nach einem etwas komplexeren Einstieg entfaltet die Geschichte schnell einen unglaublichen Sog. Jojos innere Zerrissenheit und ihre mentale Entwicklung sind dabei so nahbar beschrieben, dass man jede Emotion selbst mitspürt. Schöne, nostalgische Details wie die Erwähnung von Pimkie oder den Wilden Hühnern wecken zudem eigene Erinnerungen beim Lesen.
Zusammenfassend ist „Kaskaden“ ein kluger, extrem mitreißender Roman, den man problemlos an einem Tag durchsuchtet. Das versöhnliche und berührende Ende hallt noch lange nach. Für mich ist es eines der stärksten Debüts seit Langem und eine absolute Leseempfehlung!