Roman mit Sogwirkung

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saralie Avatar

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Was ist zwischen Jojo und Yara passiert? Oder genauer: Mit ihrer Freundschaft?

Das Buch ist aus Jojos Perspektive erzählt, die in Gedanken immer wieder auf ihre Freundschaft zurückgeht. Was sie alles geteilt haben, wie sie sehr eng verbunden waren. Und mit den Rückblicken wird die Frage drängender, was passiert ist.

Der Schreibstil ist wahnsinnig flüssig, so dass das Buch einen Sog entwickelt, dem ich mich kaum entziehen konnte. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und wollte immer wissen, wie es weitergeht. Ich habe mit Jojo gelebt, sie ins Labor der Uni begleitet und befürchtet, dass doch mal jemand entdeckt, dass sie da nicht hingehört (bzw. wir da nicht hingehören). Denn Jojo ist so eine Protagonistin, in deren Leben man eintaucht und die man begleitet. Allein das mit den Roman sehr dicht und auf eine Art spannend.

Dazu kommt, dass auch viele aktuelle Themen Platz findet. Klassismus erahnt man schon im Klappentext, Armut, Feminismus, Zwänge, Neurodivergenzen - da steckte viel drin, was auch angemessen behandelt wurde. Ich bin sehr froh, dass auch diese Themen vermehrt in Romanen vorkommen, die nicht auf den ersten Blick danach aussehen.

"Kaskaden" hat mich in seinen Bann gezogen und wird mich noch einige Zeit begleiten. Klare Empfehlung!