Sweet - mit Luft nach oben

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paula_z Avatar

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In Kaskaden begleiten wir Jojo - Jojo, die mit ihrer sozialen Herkunft kämpft
Jojo, die trotz aller Widrigkeiten studiert
Jojo, die ihre beste Freundin verloren hat
Jojo, die neue Menschen kennen lernt und sich irgendwie dennoch verschließt.

Ich folge der Autorin schon seit geraumer Zeit auf Insta und habe schon darauf gewartet, endlich ihr Buch zu lesen. Zwar sollte man sich hüten, die Autorin mit der Protagonistin zu vergleichen aber ich hatte doch den Eindruck, dass sie viel Empathie mitbringt, um die Figur Jojo zu entwickeln und zu formen.
Und ich finde, das ist ihr wirklich gut gelungen. Jojo wirkt sehr authentisch und ihr Handeln schlüssig.

Was die Handlung angeht, ist es für mich ein recht typischer New Adult Roman - Mädchen aus ‚einfachen‘ Verhältnissen geht in die Stadt zum Studieren, verheimlicht teilweise ihre Herkunft, schämt sich dafür. Sie lernt einen Jungen kennen und auch neue Freund:innen und hat an sich eine gute Zeit aber die merken natürlich irgendwann, dass sie nicht ganz ehrlich ist. Und sie wiederum traut sich nicht, offener zu sein und stößt sie von sich weg.
Das klingt vll etwas hart - aber da war jetzt nicht wirklich etwas neues; überraschendes dabei. Versucht hat sie es aber und ich glaube, das war auch mein Gefühl beim Lesen - sie wollte viel aber fährt diesen Weg mit angezogener Handbremse.

Was mir gut gefallen hat, ist dass sich das Buch, im Gegensatz zu den ganzen amerikanischen Varianten dieser Story, mit Herausforderungen wie dem deutschen Bafög-Amt befasst, wodurch man mit der Geschichte besser relaten kann.

Was mir auch wirklich gut gefallen hat, ist der Schreibstil der Autorin und ihr liebevoller Blick für ihre Figuren. Davon möchte ich sehr gerne mehr lesen.

Für ein Debüt ist es auf jeden Fall mehr als gelungen und ich bin gespannt, mehr von ihr zu lesen.