Trifft genau den richtigen Ton
Jojo studiert im ersten Master-Semester Biologie, lebt mit einer Freundin gemeinsam in einer WG in einer Kleinstadt und liebt es, im Labor zu stehen und zu pipettieren. Jojo hat aber auch Schwierigkeiten, sich anderen zu öffnen, Kontrolle abzugeben und somit ein unbeschwertes Student*innenleben zu führen. Aufgewachsen ist sie in der Vorstadt, in einem Quartier, in dem viele Menschen mit wenig Geld auf engem Raum leben. Mit ihrer besten Freundin Yara hatte sie den Traum, der Vorstadt zu entwachsen und gemeinsam zu studieren. Doch seit einigen Jahren gibt es eine Leerstelle in Jojos Leben – da, wo Yaras Platz war, sind jetzt Leere und unendlich viele Fragen.
Louise K. Böhms Debüt war für mich unfassbar spannend zu lesen, fast atemlos ist man als Leser*in Teil von Jojos Leben. Mich haben ihre Gedanken, Zweifel, Fragen und Unsicherheiten gefangen genommen und berührt. Ich finde Jojo als Protagonistin wirklich stark beschrieben und entwickelt. Es werden sehr viele gesellschaftlich relevante Themen adressiert, z.B. wie hürdenreich es für Kinder aus Elternhäusern mit geringerem Einkommen und nicht-akademischem Background ist, an der Uni anzukommen und was es bedeutet, wenn das Bafög monatelang nicht kommt und was das mit dem eigenen Selbstverständnis macht.
Sprachlich manchmal poetisch und manchmal fast derb – Louise K. Böhm trifft damit genau den richtigen Ton, macht das Geschriebene authentisch und berührt auf diese Weise. Besonders stark fand ich die Verschränkung von Sprache und Inhalt, wenn Jojos Gedankenschleifen um das Thema "Keime" aufkommen und durch keinen Punkt oder kein Komma gestoppt werden können.
Mich hat dieser Debütroman von vorne bis hinten überzeugt, sprachlich wie inhaltlich. Ich hoffe, dass dieser Roman viele Leser*innen findet.
Louise K. Böhms Debüt war für mich unfassbar spannend zu lesen, fast atemlos ist man als Leser*in Teil von Jojos Leben. Mich haben ihre Gedanken, Zweifel, Fragen und Unsicherheiten gefangen genommen und berührt. Ich finde Jojo als Protagonistin wirklich stark beschrieben und entwickelt. Es werden sehr viele gesellschaftlich relevante Themen adressiert, z.B. wie hürdenreich es für Kinder aus Elternhäusern mit geringerem Einkommen und nicht-akademischem Background ist, an der Uni anzukommen und was es bedeutet, wenn das Bafög monatelang nicht kommt und was das mit dem eigenen Selbstverständnis macht.
Sprachlich manchmal poetisch und manchmal fast derb – Louise K. Böhm trifft damit genau den richtigen Ton, macht das Geschriebene authentisch und berührt auf diese Weise. Besonders stark fand ich die Verschränkung von Sprache und Inhalt, wenn Jojos Gedankenschleifen um das Thema "Keime" aufkommen und durch keinen Punkt oder kein Komma gestoppt werden können.
Mich hat dieser Debütroman von vorne bis hinten überzeugt, sprachlich wie inhaltlich. Ich hoffe, dass dieser Roman viele Leser*innen findet.