Wenn eine Freundinnenschaft endet..

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ninaveronika Avatar

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„Kaskaden“ von Louise K. Böhm, erschienen im Penguin Verlag, ist das Debüt der Autorin und erzählt die Geschichte einer Freundinnenschaft mit all ihren Facetten. Es geht um den Verlust einer jahrelangen Bindung und wie die Protagonistin damit umgeht. So wechselt die Geschichte zwischen vergangenen Erinnerungen und dem gegenwärtigen Leben von Jojo. Jojo, die versucht zwischen ihrem Studium, der Sehnsucht nach ihrer ehemaligen besten Freundin und neuen, beängstigenden Gefühlen irgendwie klarzukommen. Doch im Laufe des Buches wird der Protagonistin klar, dass die Vergangenheit sich manchmal nicht so einfach abschütteln lässt. Vor allem nicht wenn sie in Form einer DVD ständig griffbereit auf ihrem Schreibtisch liegt.
„Kaskaden“ hat mich nicht nur mit seinem unglaublichen Schreibstil begeistert, sondern auch inhaltlich konnte mich die Geschichte rund um Jojo fesseln. Das gewählte Thema fand ich besonders deswegen spannend, weil der Fokus gesellschaftlich oft eher auf geendeten romantischen Beziehungen liegt. Hier gibt es mit „Liebeskummer“ ja sogar einen eigenen Begriff für den Schmerz, den man nach der beendeten Beziehung durchlebt. Was aber ist mit den freundschaftlichen Trennungen, die wir im Laufe unseres Leben durchmachen? Die Autorin hat sich entschieden über genau diesen Schmerz zu schreiben.
Ich hab den Alltag der Protagonistin gerne verfolgt und mochte es wie das Buch viele verschiedene, wichtige Themen wie z.B soziale Herkunft, mentale Gesundheit usw. aufgegriffen hat. Manchmal war mir die Menge an angeschnittenen Themen etwas zu überladen, da ich so nicht mehr genau wusste worauf der Fokus lag. Das ist aber nur mein persönliches Empfinden. Außerdem hätte ich mir mehr von Jojo und Yara statt Jojo und Jakob gewünscht. Das sind aber nur kleine Kritikpunkte, die für mich nicht ins Gewicht fallen. Insgesamt fand ich „Kaskaden“ echt toll und kann es kaum erwarten mehr Bücher der Autorin zu lesen. Wer „Kaskaden“ noch liest darf sich auf einen fesselnden, besonderen Schreibstil freuen, der die Gefühle und Lebensumstände der Protagonistin bildhaft einfängt.