Wie prägend kann eine Freundschaft sein?
Louise K. Böhm schafft mit Kaskaden ein bemerkenswert intensives Debüt, das Coming-of-Age, Herkunft, Freundschaft und Identität mit einer sprachlichen Klarheit verbindet, die lange nachhallt.
Zentrale Figur ist Jojo, Masterstudentin der Biochemie, die sich im Labor sicherer fühlt als im echten Leben. Sie ist chaotisch und unorganisiert. „Das Unwesentliche vom Wesentlichen trennen“ – was im Labor so leicht gelingt, scheitert im Alltag an Erinnerungen, Verlust und der Frage nach Zugehörigkeit. Besonders der Schmerz um ihre verschwundene Kindheitsfreundin Yara zieht sich wie ein Riss durch ihr Leben und macht deutlich, wie sehr Vergangenheit Gegenwart formen kann.
Die Rückblenden zu Jojos und Yaras Freundschaft wirken nostalgisch und schmerzhaft zugleich. Die Beziehung wird nicht glatt erzählt, sondern in Wellen, die kommen und gehen – ein Bild, das dem Titel des Romans alle Ehre macht. Jojo’s mentale Entwicklung konnte ich wirklich gut mitfühlen. Kaskaden ist ein leiser Roman, der sich langsam entwickelt und dann umso stärker nachwirkt. Er ist melancholisch, aber hoffnungsvoll; ruhig, aber emotional dicht; modern, aber nie oberflächlich.
Am Ende bleibt ein Roman, der zeigt, wie prägend Freundschaften sind, wie schwer Loslassen fallen kann und wie mühsam, aber möglich es ist, im eigenen Leben anzukommen. Ein Debüt, das beeindruckt, bewegt und Lust auf mehr von dieser jungen literarischen Stimme macht.
Zentrale Figur ist Jojo, Masterstudentin der Biochemie, die sich im Labor sicherer fühlt als im echten Leben. Sie ist chaotisch und unorganisiert. „Das Unwesentliche vom Wesentlichen trennen“ – was im Labor so leicht gelingt, scheitert im Alltag an Erinnerungen, Verlust und der Frage nach Zugehörigkeit. Besonders der Schmerz um ihre verschwundene Kindheitsfreundin Yara zieht sich wie ein Riss durch ihr Leben und macht deutlich, wie sehr Vergangenheit Gegenwart formen kann.
Die Rückblenden zu Jojos und Yaras Freundschaft wirken nostalgisch und schmerzhaft zugleich. Die Beziehung wird nicht glatt erzählt, sondern in Wellen, die kommen und gehen – ein Bild, das dem Titel des Romans alle Ehre macht. Jojo’s mentale Entwicklung konnte ich wirklich gut mitfühlen. Kaskaden ist ein leiser Roman, der sich langsam entwickelt und dann umso stärker nachwirkt. Er ist melancholisch, aber hoffnungsvoll; ruhig, aber emotional dicht; modern, aber nie oberflächlich.
Am Ende bleibt ein Roman, der zeigt, wie prägend Freundschaften sind, wie schwer Loslassen fallen kann und wie mühsam, aber möglich es ist, im eigenen Leben anzukommen. Ein Debüt, das beeindruckt, bewegt und Lust auf mehr von dieser jungen literarischen Stimme macht.