Wie sehr können vergangene Beziehungen einen auch Jahre später noch begleiten?

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Wie sehr können vergangene Beziehungen einen auch Jahre später noch begleiten?

Klassismus, Freundschaft, psychische Belastungen und Studi-Alltag.

Das sind die zentralen Themen in dem Buch „Kaskaden“, dem Debüt von Louise K. Böhm.
Im Mittelpunkt steht Jojo, eine Molekularbiologie-Studentin, die zwischen Uni-Alltag, Geldsorgen und dem Gefühl steht, als Arbeiterkind nicht wirklich dazuzugehören. Gleichzeitig geht es um ihre intensive Freundschaft zu Yara und ihre Herkunft.

Vieles spielt sich in der Geschichte eher auf einer inneren Ebene ab, mit Erinnerungen, Beobachtungen und Gedanken, aber genau da hat mich die Story nicht wirklich gepackt. Ich hatte beim Lesen leider einfach immer wieder das Gefühl, dass nicht wirklich viel passiert und ich gleichzeitig nicht so richtig verstanden habe, worauf die Geschichte eigentlich hinauswill. Was ich an dem Buch aber interessant fand, war, wie das Thema Klassismus immer wieder im ganz normalen Studi-Alltag auftaucht. Das fand ich tatsächlich ziemlich gut beobachtet.

Beim Schreibstil war ich auch etwas zwiegespalten. Grundsätzlich fand ich die Sprache interessant, aber an manchen Stellen bin ich beim Lesen abgeschweift und musste manche Sätze mehrfach lesen, wodurch bei mir leider nicht so richtig Lesefreude aufkam.

Vielleicht hätte mich „Kaskaden“ in einer anderen Lebensphase mehr gecatcht. Die Themen fand ich auf jeden Fall spannend und ich glaube auch, dass es ein Buch ist, über das man ziemlich gut diskutieren kann. Für mich hat es diesmal aber einfach nicht ganz funktioniert.