Wirklich für Kinder gedacht?

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kim Avatar

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Dieses Buch lässt mich zwiegespalten zurück und hat mich nicht überzeugt.
Also erstmal finde ich den Zeichenstil ganz anders als in anderen Kinderbüchern. Es wird wenig detailliert gemalt und die Protagonisten haben beide keinen Namen und kein Geschlecht. Leider wirkt es auch etwas trist und düster. Beim Protagonisten-Mensch handelt es sich wahrscheinlich um ein Kind, dass mit seiner Katze spazieren geht. Spannend finde ich auch, dass das Buch in zwei Teile gegliedert ist.
Teil 1: Der Mensch bestimmt und ist starr in seinen Vorstellungen, die Katze läuft weg, erst dann merkt der Mensch, dass die Katze sehr wichtig für ihn ist. Plötzlich fehlt ein geliebtes Wesen und er fühlt sich leer. Ich glaube, die innere Leere und Kälte soll mit der einen Seite und den schnell wechselnden Jahreszeiten dargestellt werden. Der Mensch wartet gefühlt Ewigkeiten auf die Katze und ihm wird immer kälter.
Teil 2: Die Katze darf bestimmen. Der Mensch sieht plötzlich Sachen, die er noch nie gesehen hat aber es läuft nicht wirklich so, wie es dem Menschen gefällt. Ihm ist kalt und es ist dunkel. Die ausklappbare Seite mit dem Sternenhimmel finde ich besonders schön. Letztendlich einigen sich beide darauf, abwechselnd den Weg zu bestimmen.

Schwierig finde ich verschiedene Sachen
- Wegbleiben über Nacht ohne Bescheid zu sagen
- In den dunklen Wald laufen
- Tieren blind hinterher laufen ohne nachzudenken

Von der Idee des Perspektivwechsels habe ich mir etwas anderes versprochen. Man erfährt zwar, was die Katze in Teil 2 macht, aber das hätte man meiner Meinung nach viel detaillierter beschreiben können. Eigentlich geht es die ganze Zeit nur um die Gefühle und Eindrücke des Menschen.
Auch die Zielgruppe ab 5 Jahren finde ich unpassend. Ich weiß nicht mal, ob es überhaupt vor 10 Jahren Sinn macht. Vielleicht denke ich aber auch zu starr.