Schafft Keefe es, seine neuen Fähigkeiten zu beherrschen?

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sturmtatze Avatar

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Zum Inhalt:
Während Keefe im Behandlungszimmer von Elwin liegt, versuchen Sophie und Oralie an eine der Erinnerungen auf Oralies Verwahrer zu kommen. Was nicht so leicht ist, da Oralie diese nicht nur durch ein Passwort geschützt hat. Als es ihnen dann doch gelingt, wirft die Erinnerung nur noch mehr Fragen auf. Nur der Verwahrer von Kenric scheint Antworten zu bringen. Doch diese ist immer noch im Besitz der Neverseen und niemand weiß, wo sie ihn versteckt haben. Währenddessen wacht Keefe endlich auf und muss feststellen, dass er neue Fähigkeiten hat, die er kaum beherrschen kann. Doch das muss er. Denn sonst sind nicht nur er und seine Freunde in große Gefahr, sondern alle anderen Lebewesen in den Verlorenen Städten und darüber hinaus.

Meine Meinung:
Im ersten Teil des Buches werden noch mal einige wissenswerten Fakten zu allen wichtigen Figuren, den intelligenten Spezies, einigen Tieren, der Foxfire, den Verlorenen Städten mit all ihren Regeln und Besonderheiten und vielem mehr zusammengefasst. Wirklich viel Neues gibt es dabei meiner Meinung nach nicht zu erfahren. Viel mehr sind mir einige Fakten noch mal mehr ins Bewusstsein gerückt, was ich gar nicht so schlecht fand. Denn schließlich gab es in den acht vorherigen Bänden viel zu erfahren. Was ich gut finde ist, dass man so alles auf einen Blick hat, wenn man sich mal das ein oder andere Detail wieder ins Gedächtnis rufen möchte.
In einem der Kapitel bekommen wir sogar einen Einblick in die Signaturakten von Sophie, Fitz, Keefe, Biana, Dex und einigen anderen Personen. Wodurch man zu einem gewissen Grad einige der Ereignisse aus den bisherigen Bänden Revue passieren lassen, aber auch noch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann. Zudem erfährt man dadurch natürlich, was der Hohe Rat so alles mitbekommen hat, bei welchen Ereignissen fleißig spekuliert wird und wovon sie noch gar nichts wissen. Außerdem merkt man immer wieder, wie verbissen der Hohe Rat an seinen alten Regeln und Werten festhält und sich mit Veränderungen schwertut. Dennoch scheint diese unausweichlich zu sein.
Richtig berührt haben mich die Eintragungen des Heilers Elwin Hesleges in Sophies Krankenakte. Klar wusste ich, dass er Sophie mag. Doch durch seine Eintragungen und dazugehörigen Kommentare wird deutlich, wie sehr er von Anfang an mit Sophie mitgelitten hat und sogar die Vorgehensweisen des Hohen Rats und von Black Swan nicht gutheißt. Man merkt einfach, wie sehr ihm Sophie von ihrer ersten Begegnung an, ans Herz gewachsen ist und was für ein herzlicher und guter Elf Elwin ist. Seine Anteilnahme hat mich sehr gerührt.

Im zweiten Teil des Buches schließt die Handlung nahtlos an die Ereignisse aus Band acht an. Diese wird diesmal aus den Perspektiven von Sophie und Keefe erzählt. So bekommen wir einen Eindruck davon, wie Keefe sich nach der Sache mit seiner Mutter fühlt und welche gemischten Gefühle die Verstärkung seiner bereits vorhandenen und seiner neuen Fähigkeiten für ihn hervorrufen. Man spürt, wie viel Angst ihm die Veränderung bereitet und wie viele Sorgen er sich deswegen drüber macht, nie wieder mit seinen Freunden zusammensein zu können, ebenso wie seine Mutter ihn dadurch für ihre Zwecke benutzen kann. Umso schöner fand ich es, dass Elwin, Kesler und seine Freunde ihn unterstützen, ihm Verständnis entgegenbringen und Keefe vor allen Dingen nicht bemitleiden. Vor allem Dex versucht mit seinem Vater und Elwin alles, um Keefe zu helfen und ihm die Angst zu nehmen, dass jedes seiner Worte Unheil verursachen könnte. Ich finde, man merkt, wie gut Keefe die Unterstützung tut.
Für Spannung ist ebenfalls gesorgt. Schon allein, weil Keefes neue Fähigkeiten sich erst nach und nach zeigen. So weiß man nie, was als Nächstes kommt und ich habe mich gefragt, wie Lady Gisela die Fähigkeiten ihres Sohns einsetzen möchte. Zudem versucht Sophie den Neverseen endlich mal einen Schritt voraus zu sein, um wenigstens einmal einen kleinen Sieg zu verbuchen. Dabei trifft sie auf einige Schwierigkeiten, die sie in ihren Plänen zurückwerfen. Dennoch gibt sie nie auf, was ich bewundernswert finde. Zudem merkt man immer wieder, wie sehr sie der ganze Druck, der auf ihr lastet, mitnimmt.
Gut gefallen hat mir, dass wir etwas mehr über Elwin und wie er lebt, erfahren. Außerdem wird immer wieder deutlich, was für ein herzlicher, mitfühlender und guter Elf Elwin ist. Er hat sein Herz wirklich am rechten Fleck und jeder kann sich glücklich schätzen, ihn in seinem Team zu haben. Ich würde mir wünschen, noch mehr über ihn zu erfahren.

Fazit:
In diesem Band geht nicht nur die Geschichte rund um Sophie und ihre Freunde weiter. Vielmehr beinhaltet er im ersten Teil viel wissenswerte Fakten zu allen wichtigen Figuren, den intelligenten Spezies, einigen Tieren, der Foxfire, den Verlorenen Städten, mit all ihren Regeln und Besonderheiten und vielem mehr. Wirklich Neues erfährt man dadurch zwar nicht. Ich find es aber gut, alles auf einen Blick zu haben und nachschlagen zu können, falls man sich mal etwas ins Gedächtnis rufen möchte. Zudem habe ich im zweiten Teil, in dem die Geschichte weitergeht, mit Sophie, Keefe und ihren Freunden von der ersten Seite an mitgefiebert, mitgelitten und fand es gut, dass auch mal Keefe zu Wort kommt. So konnte ich hautnah miterleben, wie er sich mit seinen neuen Fähigkeiten und der Verstärkung seiner bereits vorhandenen fühlt. Nun bin ich gespannt, wie es für alle weitergehen wird.