Eiskalt und erbarmungslos
Das markante Cover mit der blutbespritzten, weißen Lilie auf tiefschwarzem Grund fängt die eiskalte, skandinavische Thriller-Atmosphäre dieses Buchanfangs absolut perfekt ein. Jo Nesbø beweist in der Leseprobe sofort wieder, warum er der Großmeister des Nordic Noir ist – seine Worte sind unheimlich präzise, rau und gehen direkt unter die Haut.
Der Einstieg hat mich emotional komplett durchgeschüttelt. Wie der gealterte, vom Leben gezeichnete Harry Hole am Silvesterabend auf einer schmalen Mauer im 17. Stock balanciert, umgeben von der Melancholie der Musik von Chet Baker und Elvis Costello, und nur durch den zufälligen Anruf seines Stiefsohns Oleg gerettet wird, ist pure, greifbare Tragik. Doch während Harry noch mit dem Überleben kämpft, inszeniert ein brutaler Mörder in einer einsamen Baubaracke ein sadistisches Verbrechen an der drogensüchtigen Felicia, das er perfide als filmisches Kunstwerk tarnt. Der Begriff „Kill Shot“ bekommt hier eine schockierende, zutiefst verstörende Bedeutung.
Die Charaktere wirken sofort unheimlich vielschichtig und lebendig. Besonders die Dynamik zwischen Oleg, der nun selbst im Morddezernat ermittelt, und den Erinnerungen an seinen legendären Stiefvater bringt eine tolle Tiefe in die Geschichte. Als am Neujahrsmorgen zwei völlig unterschiedliche Leichen Oslos Ermittler in Atem halten und Harry sich gleichzeitig bei einer Versicherung bewirbt, ist das Suchtpotenzial perfekt. Ich erwarte einen nervenzerreißenden, düsteren Psychothriller der Extraklasse und muss unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, wie das mörderische Drehbuch des Täters weitergeht und wann Harry und Oleg gemeinsam Jagd auf das Phantom machen.
Der Einstieg hat mich emotional komplett durchgeschüttelt. Wie der gealterte, vom Leben gezeichnete Harry Hole am Silvesterabend auf einer schmalen Mauer im 17. Stock balanciert, umgeben von der Melancholie der Musik von Chet Baker und Elvis Costello, und nur durch den zufälligen Anruf seines Stiefsohns Oleg gerettet wird, ist pure, greifbare Tragik. Doch während Harry noch mit dem Überleben kämpft, inszeniert ein brutaler Mörder in einer einsamen Baubaracke ein sadistisches Verbrechen an der drogensüchtigen Felicia, das er perfide als filmisches Kunstwerk tarnt. Der Begriff „Kill Shot“ bekommt hier eine schockierende, zutiefst verstörende Bedeutung.
Die Charaktere wirken sofort unheimlich vielschichtig und lebendig. Besonders die Dynamik zwischen Oleg, der nun selbst im Morddezernat ermittelt, und den Erinnerungen an seinen legendären Stiefvater bringt eine tolle Tiefe in die Geschichte. Als am Neujahrsmorgen zwei völlig unterschiedliche Leichen Oslos Ermittler in Atem halten und Harry sich gleichzeitig bei einer Versicherung bewirbt, ist das Suchtpotenzial perfekt. Ich erwarte einen nervenzerreißenden, düsteren Psychothriller der Extraklasse und muss unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, wie das mörderische Drehbuch des Täters weitergeht und wann Harry und Oleg gemeinsam Jagd auf das Phantom machen.