Harry am Abgrund
Wer bei Jo Nesbø Wohlfühlstimmung sucht, ist ohnehin falsch abgebogen, trotzdem hat mir „Kill Shot“ gleich auf den ersten Seiten die dunkle menschliche Psyche des Protagonisten vor Augen geführt: Harry Hole steht in der Silvesternacht in Oslo am Rand des Abgrunds, die Polizei hat er hinter sich gelassen, den Alkohol auch, und der Mensch, der ihm am meisten bedeutet hat, ist tot. Schwerer kann ein Krimi kaum starten.
Doch erst mal kurz zum Inhalt: Kaum ist das neue Jahr da, wird es für Oleg an seinem ersten Tag bei der Mordkommission gleich richtig ernst. Es gibt drei Leichen, und alle drei haben mit der Filmbranche zu tun. Dieses Setting gibt dem Fall eine ganz eigene Note, denn hier spielt vieles mit Inszenierung, Schein und der Frage, wer eigentlich gerade wessen Drehbuch folgt.
Und genau dieses Spiegellabyrinthhafte und die Düsternis sind es, die das Buch tragen. Sie sind keine Dekoration, sondern der Boden, auf dem alles steht. Weil Harry so angeschlagen ist, wird jede Szene intensiver, und weil die Stimmung so drückend bleibt, fiebert man umso mehr mit, wohin das alles noch führen mag.
Jo Nesbø schreibt immer noch wahnsinnig fesselnde Bücher, und „Kill Shot“ ist der beste Beweis dafür. Ich habe viel zu spät das Licht ausgemacht, weil ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte. Ich hoffe wirklich, dass uns Jo Nesbø noch sehr lange mit neuen Geschichten versorgt.
Doch erst mal kurz zum Inhalt: Kaum ist das neue Jahr da, wird es für Oleg an seinem ersten Tag bei der Mordkommission gleich richtig ernst. Es gibt drei Leichen, und alle drei haben mit der Filmbranche zu tun. Dieses Setting gibt dem Fall eine ganz eigene Note, denn hier spielt vieles mit Inszenierung, Schein und der Frage, wer eigentlich gerade wessen Drehbuch folgt.
Und genau dieses Spiegellabyrinthhafte und die Düsternis sind es, die das Buch tragen. Sie sind keine Dekoration, sondern der Boden, auf dem alles steht. Weil Harry so angeschlagen ist, wird jede Szene intensiver, und weil die Stimmung so drückend bleibt, fiebert man umso mehr mit, wohin das alles noch führen mag.
Jo Nesbø schreibt immer noch wahnsinnig fesselnde Bücher, und „Kill Shot“ ist der beste Beweis dafür. Ich habe viel zu spät das Licht ausgemacht, weil ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte. Ich hoffe wirklich, dass uns Jo Nesbø noch sehr lange mit neuen Geschichten versorgt.