Showbusiness

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coffee2go Avatar

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Der bereits 14. Teil der Serie mit dem legendären Ermittler Harry Hole überrascht wieder mit der Jagd nach einem Serienkiller, diesmal aus der Filmbranche. Die gesamte Inszenierung ist filmreif, indem die Morde anhand von nachgestellten Filmszenen dargestellt werden. Musik, Kunst und Kultur finden wiederum Platz, eine bekannte Vorliebe des Autors. Der Ermittlungsfall zieht mich als Leserin in einen Sog, sodass ich mich auch schon, wie ein Teil der Filmcrew gefühlt habe, von der mit der Zeit immer weniger wurden. Auch wenn für mich der eine oder andere Mord nicht hätte passieren müssen oder schneller gehandelt hätte, werden müssen, so war die Aufklärung, wer als Täter*in in Frage kommt und warum dennoch spannend bis zum Schluss. Ein paar Wendungen wirken konstruiert und es gibt einige Showeffekte, aber ich glaube, es passt diesmal zum Showbusiness. Harry Hole selbst hat sich mit den Jahren stark gewandelt. Er ist jetzt fast schon zahm und familiär geworden, seine verbliebene Familie inklusive sein Stiefsohn stehen für ihn an erster Stelle und für sie würde er alles tun. Gleichzeitig hat er noch seinen Spürsinn und das Bauchgefühl, auch wenn er nicht immer ganz regelkonform ermittelt. Insgesamt ist Harry allerdings viel menschlicher geworden, auch reflektierter gegenüber sich selbst und im Umgang mit seinen Mitmenschen. Dies macht ihn allerdings auch angreifbar für seine Feinde, vor allem, was seinen kleinen Sohn Gert betrifft, wie es am Ende kurz angedeutet wird, aber dafür müssen wir uns wahrscheinlich noch bis zum Erscheinen des nächsten Teiles gedulden.