Herbstblätter, Herzschmerz und ein Kuss, der alles verändert 🍂

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azur.blau.liest Avatar

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Schon das Cover erwischt mich sofort: warme Orangetöne, ein Paar im Herbstlaub, dazu dieser verspielte Titel-Schriftzug – "Kiss Me in Orange" verspricht genau die kuschelige Small-Town-Romance-Stimmung, die ich mir zur Jahreszeit wünsche. Ein Blick, und ich will eintauchen.

Der Schreibstil überzeugt mich richtig: Alix Bente wechselt gekonnt zwischen Emmas und Niclas' Perspektive und springt dabei zeitlich vor und zurück – von der schmerzhaften Gegenwart im Café zurück zu jenem Kuss, der alles ins Wanken brachte. Diese Rückblenden-Technik mit den genauen Zeitangaben ("Drei Monate, zwei Tage …") baut enorme emotionale Spannung auf, ohne dass viel "passiert" – man leidet einfach mit.

Emma und Niclas sind sofort greifbar: sie stolz, verletzlich, mit einer Mauer um ihr Herz; er offensichtlich selbst zerrissen zwischen Zuneigung und einem ungeklärten "Ich kann nicht". Dazu Amara, Frau Augustin und das Dorfleben – herrlich warmherzig und leicht komisch gezeichnet, ein perfekter Kontrast zum Liebeskummer.

Ich erwarte eine klassische Slow-Burn-Versöhnungsgeschichte mit Missverständnissen, echten Gefühlen und einem Setting, das genauso viel Herzklopfen auslöst wie die Charaktere selbst. Warum weiterlesen? Weil ich unbedingt wissen will, was Niclas damals wirklich zurückgehalten hat – und ob Goldried die beiden zusammenschweißt.