Herbst, Herzklopfen und ein bisschen Gefühlschaos
Das Cover von „Kiss me in Orange“ macht eigentlich sofort klar, was einen erwartet: Herbst. Und zwar richtig. Orange, Gelb, fallende Blätter und eine gemütliche Kleinstadt im Hintergrund – ich bekomme beim Anschauen direkt Lust auf Tee, Decke und einen verregneten Nachmittag auf dem Sofa. Mir gefällt die illustrierte Gestaltung sehr gut, weil sie zur Geschichte passt, ohne dabei zu kitschig zu werden.
Im Mittelpunkt stehen Emma und Niclas, die lange beste Freunde waren, bis ein Kuss ihre Beziehung ziemlich durcheinandergebracht hat. Emma zieht sich erst einmal in ihre Heimatstadt Goldried an der Mosel zurück, hilft ihrer schwangeren Schwester im Café und versucht, Abstand zu gewinnen. Dass Niclas irgendwann ebenfalls dort auftaucht, macht diesen Plan natürlich nicht unbedingt einfacher. Viel mehr möchte ich zur Handlung auch gar nicht sagen.
Was mir besonders gut gefällt, ist die Herbst- und Kleinstadtatmosphäre. Goldried ist genau so ein Ort, bei dem man beim Lesen denkt: Da würde ich jetzt auch gerne ein Wochenende verbringen. Café, Laternen, Herbstaktionen und Menschen, die sich gegenseitig kennen und natürlich auch überall ein bisschen einmischen. Das ist sicher nicht wahnsinnig realistisch, macht aber großen Spaß und sorgt für ordentlich Wohlfühlstimmung.
Emma und Niclas mochte ich ebenfalls. Vor allem gefällt mir, dass die beiden keine Anfang-20-Protagonisten mehr sind, sondern um die 30 – das ist im Romance-Bereich eine angenehme Abwechslung. Ihre gemeinsame Vergangenheit macht die Beziehung glaubwürdig, weil man merkt, dass zwischen ihnen mehr steckt als eine spontane Anziehung. Gleichzeitig hätte ich die beiden zwischendurch aber auch gerne einmal zusammengesetzt und gesagt: Redet doch einfach miteinander! Einige Probleme könnten mit etwas weniger Aneinandervorbeireden deutlich schneller gelöst werden. Andererseits gehört genau das vermutlich auch ein bisschen zu dieser Art von Romance.
Der Schreibstil von Alix Bente ist leicht, humorvoll und unkompliziert. Die 352 Seiten lesen sich dadurch schnell weg. Besonders schön finde ich, dass neben der Liebesgeschichte auch Familie, Freundschaft und die Frage eine Rolle spielen, was man eigentlich vom eigenen Leben erwartet. Dadurch bleibt es nicht nur bei Herbstdeko und Herzklopfen.
Alix Bente wurde in Berlin geboren und lebt heute mit ihrer Familie im Rheinland – und ihre Vorliebe für Romance merkt man dem Buch definitiv an.
Mein Fazit: Kiss me in Orange erfindet die Romance nicht neu, muss es für mich aber auch gar nicht. Es ist ein gemütliches, witziges und romantisches Buch, das genau das liefert, was das Cover verspricht. Perfekt für alle, die Friends to Lovers, Second Chances und Small-Town-Romance mögen – am besten natürlich im Herbst, mit einem heißen Getränk daneben.
Im Mittelpunkt stehen Emma und Niclas, die lange beste Freunde waren, bis ein Kuss ihre Beziehung ziemlich durcheinandergebracht hat. Emma zieht sich erst einmal in ihre Heimatstadt Goldried an der Mosel zurück, hilft ihrer schwangeren Schwester im Café und versucht, Abstand zu gewinnen. Dass Niclas irgendwann ebenfalls dort auftaucht, macht diesen Plan natürlich nicht unbedingt einfacher. Viel mehr möchte ich zur Handlung auch gar nicht sagen.
Was mir besonders gut gefällt, ist die Herbst- und Kleinstadtatmosphäre. Goldried ist genau so ein Ort, bei dem man beim Lesen denkt: Da würde ich jetzt auch gerne ein Wochenende verbringen. Café, Laternen, Herbstaktionen und Menschen, die sich gegenseitig kennen und natürlich auch überall ein bisschen einmischen. Das ist sicher nicht wahnsinnig realistisch, macht aber großen Spaß und sorgt für ordentlich Wohlfühlstimmung.
Emma und Niclas mochte ich ebenfalls. Vor allem gefällt mir, dass die beiden keine Anfang-20-Protagonisten mehr sind, sondern um die 30 – das ist im Romance-Bereich eine angenehme Abwechslung. Ihre gemeinsame Vergangenheit macht die Beziehung glaubwürdig, weil man merkt, dass zwischen ihnen mehr steckt als eine spontane Anziehung. Gleichzeitig hätte ich die beiden zwischendurch aber auch gerne einmal zusammengesetzt und gesagt: Redet doch einfach miteinander! Einige Probleme könnten mit etwas weniger Aneinandervorbeireden deutlich schneller gelöst werden. Andererseits gehört genau das vermutlich auch ein bisschen zu dieser Art von Romance.
Der Schreibstil von Alix Bente ist leicht, humorvoll und unkompliziert. Die 352 Seiten lesen sich dadurch schnell weg. Besonders schön finde ich, dass neben der Liebesgeschichte auch Familie, Freundschaft und die Frage eine Rolle spielen, was man eigentlich vom eigenen Leben erwartet. Dadurch bleibt es nicht nur bei Herbstdeko und Herzklopfen.
Alix Bente wurde in Berlin geboren und lebt heute mit ihrer Familie im Rheinland – und ihre Vorliebe für Romance merkt man dem Buch definitiv an.
Mein Fazit: Kiss me in Orange erfindet die Romance nicht neu, muss es für mich aber auch gar nicht. Es ist ein gemütliches, witziges und romantisches Buch, das genau das liefert, was das Cover verspricht. Perfekt für alle, die Friends to Lovers, Second Chances und Small-Town-Romance mögen – am besten natürlich im Herbst, mit einem heißen Getränk daneben.