Herbststimmung in Goldried
„Außerhalb meiner Höhle bin ich Herbstgrinch durch und durch, aber innerhalb habe ich den Nestbautrieb eines ausgewachsenen Bären.“
Emma und Niclas sind seit Jahren eng befreundet, doch für sie ist da schon lange mehr. Nach einem äußerst unangenehmen Vorfall ergreift Emma die Flucht und kehrt zurück nach Goldried, ein Örtchen, das sich vor allem durch seine Herbst-Begeisterung auszeichnet. Als Niclas eines Tages vor ihr steht, versucht Emma alles, um sich nicht erneut auf ihn einzulassen, doch wie soll das gehen, wenn er immer mehr in den Alltag des beschaulichen Dorfes eintaucht und sich nicht nur für sie, sondern auch für alle anderen Bewohner*innen engagiert?
Danke erst mal an @vorablesen für dieses Buch von Alix Bente, das mich kürzlich erreicht hat – genau passend zu den ersten kühleren Tagen und vor allem Nächten nach einem extrem heißen Sommer. Ich fand es allein deshalb schon total schön, mich in die gemütliche Herbststimmung zu vertiefen, die „Kiss Me In Orange“ verströmt :)
„Ich kann nicht widerstehen, meinen Zeh in die Hoffnung zu tunken, die seine Worte in mir wecken.“
Ich konnte mich problemlos in die Geschichte vertiefen und fühlte mich an keiner einzigen Stelle gelangweilt, obwohl tatsächlich gar nicht so viel passiert. Die Romance-Parts waren mir teilweise etwas zu viel des Guten, aber das haben die anderen Figuren definitiv kompensiert: Dass zahlreiche Familienmitglieder und Freund*innen Teil der Handlung waren und dabei auch ihre eigenen Themen hatten, hat mir sehr gut gefallen. Dadurch bekommt das Buch ein bisschen Seriencharakter :)
Mit Emma wurde ich hingegen nicht so ganz warm; während Niclas sehr differenziert dargestellt wird, ergeht sie sich regelrecht in ihren verwirrenden Emotionen – wenn es um andere Menschen ging, etwa ihren Vater, fand ich das nachvollziehbar, aber im Kontext der Beziehung mit Niclas wirkte es auf mich etwas anstrengend und auch ermüdend. Ich hatte auch Schwierigkeiten damit, sie mir konkret vorzustellen, aber das ändert nichts daran, dass ich den Humor und den Stil des Romans sehr angenehm fand und gerne weitergelesen habe.
„Mit ihren hoffnungsvoll lächelnden Gesichtern ziehen sie mich immer weiter hinab in die Tiefe, weil sie nur immer noch mehr von mir wollen, dabei habe ich doch längst nichts mehr zu geben.“
„Kiss Me In Orange“ ist aus meiner Sicht die ideale Herbstlektüre, zu der man sich gemütlich mit einem Chai Latte einmummeln und die Welt um sich herum vergessen kann. Wäre Emmas Figur etwas detaillierter ausgearbeitet und würde es in dem Roman am Ende nicht um eine ziemlich abgedroschene Sache gehen, wäre ich absolut begeistert!
Emma und Niclas sind seit Jahren eng befreundet, doch für sie ist da schon lange mehr. Nach einem äußerst unangenehmen Vorfall ergreift Emma die Flucht und kehrt zurück nach Goldried, ein Örtchen, das sich vor allem durch seine Herbst-Begeisterung auszeichnet. Als Niclas eines Tages vor ihr steht, versucht Emma alles, um sich nicht erneut auf ihn einzulassen, doch wie soll das gehen, wenn er immer mehr in den Alltag des beschaulichen Dorfes eintaucht und sich nicht nur für sie, sondern auch für alle anderen Bewohner*innen engagiert?
Danke erst mal an @vorablesen für dieses Buch von Alix Bente, das mich kürzlich erreicht hat – genau passend zu den ersten kühleren Tagen und vor allem Nächten nach einem extrem heißen Sommer. Ich fand es allein deshalb schon total schön, mich in die gemütliche Herbststimmung zu vertiefen, die „Kiss Me In Orange“ verströmt :)
„Ich kann nicht widerstehen, meinen Zeh in die Hoffnung zu tunken, die seine Worte in mir wecken.“
Ich konnte mich problemlos in die Geschichte vertiefen und fühlte mich an keiner einzigen Stelle gelangweilt, obwohl tatsächlich gar nicht so viel passiert. Die Romance-Parts waren mir teilweise etwas zu viel des Guten, aber das haben die anderen Figuren definitiv kompensiert: Dass zahlreiche Familienmitglieder und Freund*innen Teil der Handlung waren und dabei auch ihre eigenen Themen hatten, hat mir sehr gut gefallen. Dadurch bekommt das Buch ein bisschen Seriencharakter :)
Mit Emma wurde ich hingegen nicht so ganz warm; während Niclas sehr differenziert dargestellt wird, ergeht sie sich regelrecht in ihren verwirrenden Emotionen – wenn es um andere Menschen ging, etwa ihren Vater, fand ich das nachvollziehbar, aber im Kontext der Beziehung mit Niclas wirkte es auf mich etwas anstrengend und auch ermüdend. Ich hatte auch Schwierigkeiten damit, sie mir konkret vorzustellen, aber das ändert nichts daran, dass ich den Humor und den Stil des Romans sehr angenehm fand und gerne weitergelesen habe.
„Mit ihren hoffnungsvoll lächelnden Gesichtern ziehen sie mich immer weiter hinab in die Tiefe, weil sie nur immer noch mehr von mir wollen, dabei habe ich doch längst nichts mehr zu geben.“
„Kiss Me In Orange“ ist aus meiner Sicht die ideale Herbstlektüre, zu der man sich gemütlich mit einem Chai Latte einmummeln und die Welt um sich herum vergessen kann. Wäre Emmas Figur etwas detaillierter ausgearbeitet und würde es in dem Roman am Ende nicht um eine ziemlich abgedroschene Sache gehen, wäre ich absolut begeistert!