Netter Wohlfühlroman

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mianna Avatar

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Emma hat sich tief verletzt in ihre Heimatstadt Goldried zurückgezogen, nachdem Niclas sich von ihr abgewendet hat. Weit weg von Berlin sucht sie die Ablenkung. Das stellt sich nicht als leicht heraus, weil die Stadt in Herbstromantik versinkt und noch dazu Niclas unerwartet dort auftaucht. Bald schon hat er die meisten Herzen des Dorfes erobert.

In Goldried lebt eine wirklich charmante Gemeinschaft. Die Szenerie und das Miteinander sind herzerwärmend. Abwechselnd wird aus Emmas und Niclas´ Perspektive erzählt. So werden Beide mit ihren Gedanken und Gefühlen gut dargestellt. Dass Emma so mit sich ringt ist nachvollziehbar, belagert von Niclas, der sich anscheinend umentschieden hat und verletzt durch seine Abweisung sowie Ereignisse in ihrer Kindheit. Die Erzählung hat einige sehr berührende Momente, speziell die aus ihrer und seiner Kindheit und der Zusammenhalt in der Stadtgemeinschaft. Ansonsten plätschert die Erzählung eher so dahin, es ist ganz nett.
Es ist etwas zu viel des Guten und dadurch etwas abgehoben. Die Erzählung ist sehr romantisch-blumig. Auffallend sind die vielen Sprachbilder und Vermenschlichungen von Gegenständen. Die erotischen und sexuellen Anteile wirken eher etwas aufgesetzt.
Die Geschichte lässt sich schnell überblicken. Es ist klar, worauf alles hinaus läuft und dass es gut enden wird. Das trägt zum Wohlfühlfaktor dieser Geschichte bei.
Insgesamt lässt sich die Geschichte angenehm lesen, sie ist in weiten Teilen unterhaltsam und auch teilweise berührend. Leichte Herbstunterhaltung, die schnell vergessen ist.