Wenn der Mensch, den man vergessen will, plötzlich vor der Tür steht

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marli_04 Avatar

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Drei Monate nach einem Kuss plötzlich dem früheren besten Freund gegenüberzustehen, den man eigentlich vergessen wollte, ist schon eine ziemlich gute Ausgangslage für eine Romance. Emma hat sich ihren Herbst jedenfalls ganz anders vorgestellt. Sie möchte Berlin hinter sich lassen, ihrer schwangeren Schwester in Goldried im Café helfen und endlich ihr gebrochenes Herz heilen. Niclas passt überhaupt nicht in diesen Plan. Natürlich steht er trotzdem irgendwann vor ihrer Tür und damit ist es mit dem erhofften Abstand vorbei.
Gerade die Vorgeschichte der beiden hat mich sofort neugierig gemacht. Emma und Niclas waren beste Freunde und nun gibt es zwischen ihnen jede Menge Ungesagtes. Ich mochte beide sehr und habe ihre Geschichte unglaublich gerne verfolgt. Natürlich gab es zwischendurch Momente, in denen ich dachte, dass ein offenes Gespräch einiges einfacher machen würde. Mich hat das hier aber nicht wirklich gestört, weil ich trotzdem immer wissen wollte, wie es mit den beiden weitergeht.
Was ich vorher gar nicht erwartet hatte, war, wie sehr ich Goldried mögen würde. Das Kleinstadtleben und die Gemeinschaft geben der Geschichte eine richtig schöne Atmosphäre. Zusammen mit dem Café und der herbstlichen Stimmung entstand genau dieses gemütliche Lesegefühl, das ich bei Herbstbüchern liebe. Dadurch habe ich mich in der Geschichte einfach wohlgefühlt.
Der Schreibstil ist locker, flüssig, humorvoll und gleichzeitig gefühlvoll. Das hat für mich richtig gut zu Emma und Niclas gepasst. Schon das Cover mit seinen warmen Herbstfarben gefällt mir sehr und macht direkt Lust auf die passende Jahreszeit. Nach dem Lesen hatte ich jedenfalls noch lange dieses schöne Goldried Gefühl im Kopf. Für mich ist das genau die Art von Romance, die ich an einem kühlen Herbsttag am liebsten lesen möchte.