Zum Wohlfühlen

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danshi Avatar

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Manchmal braucht es gar keine große oder aufregende Handlung, damit ich mich in einer Geschichte wohlfühle. Genau so ging es mir hier, denn Goldried und seine Gemeinschaft haben für mich einen großen Teil des Charmes ausgemacht. Emma kommt zurück in ihre Heimatstadt, weil sie ihrer schwangeren Schwester im Café helfen und gleichzeitig ihr gebrochenes Herz heilen möchte. Von Niclas, ihrem früheren besten Freund, will sie dabei möglichst nichts hören und sehen. Nach ihrem Kuss herrschte schließlich drei Monate Funkstille zwischen ihnen. Umso schwieriger wird es für Emma, als Niclas plötzlich vor ihrer Tür steht.
Ich mochte es, die beiden wieder miteinander zu erleben und zu sehen, wie viel Ungesagtes zwischen ihnen steht. Gleichzeitig hätte ich mir gerade deshalb hin und wieder gewünscht, dass sie offener miteinander sprechen. Dieses Hin und Her war mir an manchen Stellen etwas zu viel. Trotzdem habe ich Emma und Niclas gerne begleitet und war neugierig auf ihre Geschichte.
Fast noch lieber mochte ich das Leben in Goldried. Die Gemeinschaft der Bewohner spielt eine schöne Rolle und vermittelt eine Wärme, die sehr gut zur herbstlichen Stimmung passt. Dazu kommt das Café, das ebenfalls Teil von Emmas Aufenthalt in ihrer Heimat ist. So entstand beim Lesen eine gemütliche Atmosphäre, in der ich mich gerne aufgehalten habe.
Der leichte, gefühlvolle und humorvolle Schreibstil passt sehr schön dazu und lässt sich angenehm lesen. Auch das Cover gefällt mir mit seinen warmen Herbstfarben und stimmt schon auf die Jahreszeit ein. Mir ist nach dem Lesen vor allem dieses behagliche Gefühl geblieben. Ich habe meine Zeit in Goldried sehr genossen und würde mich jederzeit wieder dorthin zurücklesen.