Könnte gut werden

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yvonnesonne Avatar

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Mich hatte die Leseprobe tatsächlich schon mit der ersten Szene. Eine Trennung ausgerechnet mit einem Golden Retriever zu üben, fand ich ziemlich witzig und ich mochte Amber und vor allem die Gespräche mit Ruri sofort.

Dass die tatsächliche Trennung dann so dermaßen eskaliert, habe ich allerdings nicht erwartet. Ich konnte Ambers Unwohlsein bei der Veranstaltung richtig nachvollziehen und als Ethan sie dann auch noch vor allen Leuten auf die Bühne holt und praktisch zu einer Liebeserklärung drängt, wollte ich am liebsten selbst im Boden versinken. Dass sie sich dann ausgerechnet dort von ihm trennt, war natürlich eine kleine Katastrophe – aber irgendwie konnte ich es ihr auch nicht verdenken.

Spannend finde ich vor allem, was danach passiert. Innerhalb kürzester Zeit wird aus einem privaten Moment ein virales Video und plötzlich glauben völlig fremde Menschen, Amber und ihre Geschichte beurteilen zu können. Gleichzeitig merkt man immer deutlicher, dass hinter ihrer Abneigung gegen Weihnachten viel mehr steckt und der Tod ihrer Mutter eine große Rolle spielt. Das hat der eigentlich leichten und humorvollen Geschichte für mich überraschend viel Tiefe gegeben.

Der Perspektivwechsel zu Luke hat mir ebenfalls gut gefallen. Während Amber Weihnachten am liebsten komplett aus dem Kalender streichen würde, landet man bei ihm mitten in einer warmen, etwas chaotischen Familie und bekommt direkt richtiges Wintergefühl. Gleichzeitig trägt auch Luke einiges mit sich herum und versucht verzweifelt, seine Familie zusammenzuhalten.

Ich bin jetzt vor allem gespannt auf das erste Aufeinandertreffen von Amber und Luke. Die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher kaum sein – und genau deshalb möchte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.