Hat mich nicht überzeugt

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sabrina4 Avatar

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„Kiss me under the winter lights“ erzählt die Geschichte von Amber, Luke und Snowball. In der klirrenden Kälte der Hudson Bay muss nicht nur der kleine Polarfuchs sondern auch gleich ein ganzes Forschungsprojekt gerettet werden.

Das Taschenbuch von Anna Augustin ist 2026 bei everlove (Piper) erschienen. Die New Adult-Story umfasst 328 Seiten.

Ich bin eine absolute Cover-Käuferin. Dieses hier hat mich vom ersten Blick an begeistert und als ich es zum ersten Mal in den Händen gehalten habe, wuchs die Begeisterung sogar noch. Die Haptik ist super! Die Schneeflocken machen Lust auf Winter. Die Begeisterung verpuffte allerdings während des Lesens immer mehr. Das Cover enthält zwar die wichtigsten Elemente des Buches aber der Zusammenhang passt absolut gar nicht. In der Geschichte wird mehrfach erwähnt, wie kalt es in der Hudson Bay ist und dass man auf gar keinen Fall ohne entsprechende Kleidung draußen sein darf. Auf dem Cover haben die Figuren keine Handschuhe bzw. keine Mütze an und die Kleidung erinnert mich so gar nicht an Michelinmännchen. Der in der Geschichte als exrem scheu beschriebene Polarfuchs steht fast direkt neben den Menschen anstatt vorsichtig aus dem Gebüsch zu linsen.

Auch die Geschichte selbst hat mich leider nicht vom Hocker gerissen. Die Handlung ist sehr vorhersehbar und konnte mich nur einmal kurz überraschen. Spannung sucht man ebenfalls vergeblich und das Drama zwischen den Protagonisten zieht sich extrem in die Länge. Viel zu viel Raum nimmt auch das ganze Theater um die Social Media-Präsenz der Protagonistin ein. Da hätte ich mir viel lieber mehr Kleinstadt-Vibes gewünscht. Oder mehr Infos zu den Wildtieren der Region. Oder, oder, oder…

Die Szenerie wird ausreichend beschrieben, um sich ein Bild von der Umgebung machen zu können. Aber da wäre mehr Potential gewesen. Da die Geschichte im Dezember spielt, hätten es ruhig mehr Landschaftsbeschreibungen sein dürfen. Schnee und Weihnachten passen ja super und die Polarlichter sowie die herrlichen Sonnenauf- und -untergänge hätten viel Potential für Romantik.

Die Figuren werden ebenfalls kaum beschrieben. Von beiden hätte ich mir ein paar Hintergrundinfos mehr gewünscht, um einen besseren Draht zu ihnen zu finden. Auch die Nebenfiguren häte man größer anlegen können, um mehr Wärme ins Buch zu bringen.

Fazit: Ein Buch, das mich mit seinen Längen leider ziemlich gelangweilt hat. Die Vorhersehbarkeit der Handlung hilft da auch absolut nicht. Ich kann es leider nicht weiter empfehlen.