Gelungener Abschluss

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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Erster Satz: Sie ist fort. Und alles, was von ihr geblieben ist, ist der schwere Gestank von Schwefel und Asche in der Luft.

Das Cover ist wieder richtig schön, es ist an den ersten Band angepasst und sieht einfach genial aus.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen und ich bin wirklich nur so durch die Seiten geflogen. Wie auch schon Band eins ist dieser Teil aus der Ich-Perspektive geschrieben, wobei es Kapitel aus Ren’s und auch aus Scar’s Sicht gibt. Die Beschreibungen waren bildhaft, sodass man sich als Leser alles gut vorstellen kann.

Die Geschichte schließt direkt an das Ende von Band eins an. Scar ist weg und Ren muss sein Königreich zusammenhalten. Nun will er einen Krieg und Aurelian will die Sache ebenfalls beenden. Obwohl Scar nun bei den Dämonen ist, will sie Ren doch so gut wie möglich helfen und setzt ihren eigenen Plan in die Tat um.

Der Einstieg ist mir super leicht gefallen, weil es zu Beginn eine kurze Zusammenfassung von Band eins gibt. So kann man sein Gedächtnis auffrischen und ist schneller in der Geschichte drinnen, mir hat es jedenfalls sehr geholfen. Wenn man beide Teile direkt nacheinander liest, ist es sicher toll, dass es keinen Zeitsprung gibt und die Geschichte direkt weiter geht.

Scarlett mochte ich wieder sehr gerne. In diesem Band macht sie eine starke Entwicklung durch, die ihr bei ihrem Vorhaben hilft. Man lernt eine andere Seite von ihr kennen, und merkt ihr an, dass sie als Erbin einer Königin auf die Welt kam. Ich mochte diese Version von ihr, dabei hat sie aber nie ihre Menschlichkeit und ihr Mitgefühl verloren.

Ren hingegen macht nur eine kleine Entwicklung durch, bei ihm hatte ich mehr das Gefühl, dass da nicht viel neues kommt. Seine Wut konnte ich hingegen gut nachvollziehen, Scar hat ihn angelogen und das muss er erst verarbeiten. Wie auch schon in Band eins sieht sein Plan vor, dass er sich selbst opfert um das Königreich zu retten, das fand ich immer noch zu heroisch und übertrieben, denn es gibt sicher andere Möglichkeiten, bei denen er nicht sofort stirbt. Einen leichten Heldenkomplex hat er schon.

Dem Buch fehlt es sicher nicht an Action und Spannung, denn es passiert durchgehend was. Ich wollte ständig weiterlesen, weil ich es so spannend fand. Angefangen damit, dass wir endlich mehr von dern dämonischen Welt erfahren. In Band eins wirkte es so, als wäre Aurelian ein gemochter Herrscher, hier sieht man dann, wie die Sache wirklich aussieht. Ich fands auch interessant, wie die Dämonen sich verhalten und leben. Die Zeit von Scarn als Gefangene empfand ich als den besten Teil des Buches, denn Ren glaubt noch immer, dass sie ihn verraten hat und plant Schritte gegen sie, während Scar versucht Ren zu helfen. So viele Missverständnisse und man fragt sich als Leser einfach, wie sie das richten wollen.

Ebenfalls gut gefallen haben mir die alten bekannten von Scar sowie die neuen Charaktere. Diese waren ganz anders, als ich gedacht habe und brachten auch frischen Wind in das Buch. Besonders hat mir die Freundin von Scar gefallen.

Etwas schnell ging es mir dann aber mit der Liebesgeschichte weiter. Zuerst denkt Ren noch darüber nach, wie verletzt er ist und wie sehr er Scar hast und gefühlt von einem Moment auf den anderen ist alles vergeben und vergessen und die beiden machen da weiter, wo sie aufgehört haben. Mir ging das zu schnell und Sex kann auch nicht alle Probleme lösen. Insbesondere den Stimmungswechsel von Ren konnte ich leider gar nicht nachvollziehen.

Der Rest des Buch war gut, die Geschwindigkeit in der sich alles andere entwickelt hat, hat gepasst. Aurelian kam mir als Bösewicht allerdings zu lasch vor. Er hat Scar gefangen genommen und will sie immer noch heiraten, dabei lässt er ihr aber eine lange Leine und sie kann sich eigentlich frei bewegen. Ich emfüand ihn nie als wirkliche Bedrohung. Gegen Ende nimmt die Geschichte dann nochmals an Fahrt auf und geht in die erwartete Richtung. Die Kampfszenen fand ich sehr gut und spannend, ich habe immer mitgefiebert, ob nun alle überleben und was noch passieren würde. Eine einzige Wendung am Ende habe ich tatsächlich nicht kommen sehen, fand es aber richtig gut, das hat das Ende nochmal eine Spur besser gemacht.

Fazit:

Band eins war ein Highlight und Band zwei kann da nicht ganz mithalten. Das Buch liest sich wieder ganz schnell weg und die Charaktere sind immer noch toll, doch die Geschichte hatte für mich ein paar Schwächen. Einerseits war Aurelian für mich keine Bedrohung, er war halt da und andererseits ging manches in dem Buch viel schnell. Abgesehen davon hat mir der Abschluss der Reihe jedoch gefallen und ich vergebe 4 Sterne.