asdighkjl ICH BRAUCHE MEHR!!!!!!!

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sofia ma Avatar

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Aufmachung:
Ich liebe das Cover! Das hier ist wieder ein klassischer Fall von Ich-bin-dem-Cover-zum-Opfer-gefallen-und-habe-das-Buch-nur-deshalb-lesen-wollen. Ich finde die schlichte Gestaltung – man sieht nur den Titel und Chloe, sowie den Kater (Katze?) Klecks – einfach traumhaft, und die pastellene Farbgebung gefällt mir sowieso.
Zwar haben wir hier wieder das leidige Thema „Wieso gibt der Verlag einer deutschen Übersetzung einen anderen englischen Titel, statt einfach den Originaltitel zu übernehmen?“, allerdings passt Kissing Chloe Brown trotzdem zum Inhalt. Dennoch finde ich, dass sich Get a Life, Chloe Brown sogar viel besser eignet – immerhin hat sich die Autorin ja was dabei gedacht.

Meine Meinung:
Der Titel dieser Rezension lässt es schon erahnen: DAS BUCH IST EIN HIGHLIGHT!!!!!!!!
Es gibt nichts – wirklich rein gar nichts –, was ich an diesem Buch auszusetzen habe, daher könnt ihr euch schonmal darauf gefasst machen, dass diese Rezension nur aus Schwärmerei bestehen wird.

Das beste an Kissing Chloe Brown: Chloe Brown!
Sie ist so eine unfassbar coole, super sympathische Protagonistin. Es ist beeindruckend, wie selbstbewusst sie ist, sie weiß um ihren Wert, hält damit nicht hinterm Berg und lässt sich auch von niemandem Anderes erzählen. Gleichzeitig kennt sie auch ihre Schwächen, weiß aber, dass diese zu ihr gehören, und liebt sich dafür. SO sollte eine weibliche Prota sein. I love her.
Ihr trockener Humor und viele sarkastische Bemerkungen ihrerseits sorgen zudem für viele Lacher beim Lesen.
Hibbert geht dabei super mit Chloes chronischer Krankheit um. Man bekommt einen Eindruck davon, wie es ist, mit dieser Krankheit zu leben, und lernt gleichzeitig einiges dazu, als man erfährt, wie es dazu gekommen ist. Als Leser erlebt man mit, dass Chloe gute und schlechte Tage hat und sieht, wie die Krankheit sie mal mehr, mal weniger, aber doch immer beeinträchtigt.
Ich finde es einfach nur unglaublich toll, dass wir hier eine supercoole, selbstbewusste, intelligente Protagonistin haben, die eben nicht das stereotypische weiße, nette, gesunde Mädchen ist.

Auch Redford ist eine wunderbare Figur. Toxic Masculinity kennt er nicht – er behandelt jeden mit Respekt, ist eine vielschichtige Person, die auch mit Dämonen zu kämpfen hat, und verbreitet trotzdem gleichzeitig Badboy-Vibes.
Man erfährt nach und nach, wieso Redford mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Dabei geht die Autorin auf Gewalt gegenüber Männern ein, stellt sensibel dar, wie es (auch als Mann) ist, mit einem solchen Erlebnis umgehen zu müssen und gewährt einen Einblick in Reds Gefühlswelt, wenn er von bestimmten Situationen getriggert wird. Man lernt ihn zu verstehen und kann seine Reaktionen gut nachvollziehen.

Es ist wirklich toll und zeichnet sowohl dieses Buch als auch vor allem die Autorin aus, wie sensibel Hibbert die Themen physischer und psychischer Krankheiten in ihr Buch eingebaut hat, ohne sie als Tool zu benutzen.

Hinzu kommt die unverkennbare Chemie zwischen Chloe und Red, die einen ab ihrem ersten Zusammentreffen mitfiebern lassen. Die romantischen und intimen Szenen zwischen den beiden sind toll und emotional geschrieben, man ist von ihrer Beziehung regelrecht gefangen.
Kurz: Der Schreibstil der Autorin ist einfach fabelhaft. Man sollte zwar mit vulgärer Sprache in Büchern umgehen können, aber da diese hier in angemessener Weise benutzt wird und beide Protagonisten erwachsen sind, ist das in meinen Augen kein Problem.

Fazit:
Kissing Chloe Brown ist das letzte Buch, das ich 2020 beendet habe, und es ist ein riesengroßes Highlight. Es gibt einfach Nullkommanichts zu bemängeln!
Chloe Brown und Redford Morgan sind unfassbar tolle Protagonisten, die mit ihrer Menschlichkeit überzeugen können und zwischen denen es unverkennbar ab Sekunde eins funkt.
Talia Hibbert hat ein Händchen für emotionale Szenen. Ihr Buch sollte aber allein deshalb schon gelesen werden, weil sie physische und psychische Krankheiten anspricht und ihre Protagonisten keine Stereotypen sondern echt sind.
5+++/5 Lesehasen!