Ein poetisches Buch über Sehnsucht und das Warten

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m.singh Avatar

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Das Cover von „Kleine Wölfin“ wirkt durch seine Farbgebung und die besondere Illustration sofort atmosphärisch und ein wenig melancholisch. Der Schreibstil von Sara Stridsberg ist unheimlich zart, poetisch und tief berührend. In der Leseprobe wird direkt eine starke, emotionale Ebene aufgebaut: Die erzählende Figur vermisst jemanden so sehr, dass sie sich in die tröstliche Vorstellung flüchtet, die andere Person habe sich nur versteckt, wie bei ihren früheren Spielen. Der Satz „Ich zähle bis tausend, und wenn ich mich umdrehe, bist du wieder da“ ist absolut herzzerreißend. Der Spannungsaufbau funktioniert hier nicht über Action, sondern über diese feine, innere Gefühlswelt und die spürbare Hoffnung der Hauptfigur. Ich erwarte von der Geschichte ein tiefgründiges, philosophisches Bilderbuch, das sich sensibel mit den Themen Verlust oder Trennung auseinandersetzt. Ich würde das Buch unfassbar gerne weiterlesen, um zu erfahren, auf wen dort bei den Mülltonnen gewartet wird und wie diese gefühlvolle Geschichte ihren Abschluss findet.