„Manchmal bleibt eine Freundschaft, auch wenn jemand fehlt“ 🐺❄️
Schon die poetische Beschreibung weckt in mir eine leise Sehnsucht nach diesem Bilderbuch. Zwei kleine Wölfinnen, ein winterlicher Park und gemeinsame Erinnerungen – und plötzlich ist da nur noch eine, die wartet und hofft. Besonders berührt mich, wie das vertraute Versteckspiel zu einem Bild für Verlust, Sehnsucht und die Schwierigkeit wird, das Verschwinden eines geliebten Menschen zu begreifen. Ich erwarte einen einfühlsamen, poetischen Schreibstil, der auch schwierige Gefühle behutsam aufgreift und Kindern Raum für eigene Gedanken lässt. Die Illustrationen von Sara Lundberg stelle ich mir dabei als wichtigen Teil der Erzählung vor, der Stimmungen und unausgesprochene Gefühle sichtbar macht. Gerade für Kinder finde ich Geschichten wertvoll, die nicht alles erklären, sondern zum gemeinsamen Fragen, Erzählen und Nachspüren einladen. Mich interessiert, wie dieses Buch mit der Einsamkeit der zurückgebliebenen Wölfin umgeht und ob es Trost vermittelt, ohne die Traurigkeit kleinzureden. Ich würde die Geschichte sehr gerne lesen, denn sie scheint auf stille, berührende Weise zu zeigen, wie tief Freundschaft in uns verwurzelt sein kann – selbst dann, wenn wir nicht wissen, wo der andere geblieben ist.