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Saara El-Arifi entführt in das alte Ägypten und zeichnet das Bild der Kleopatra neu. In diesem Buch kommt die Pharaonin selbst zu Wort – sie führt durch ihre Geschichte.
Die Autorin versucht die mächtige Herrscherin menschlich darzustellen. Als intelligente, gerechtigkeitsliebende Frau, die die Natur und die Tiere liebt und an den Intrigen am Hof fast zerbricht. Der Erbschaftsstreit und ihre Liebschaften kommen zu Wort und ihr Geschick Menschen zum Wohl Ägyptens zu manipulieren und Rom in eine Allianz zu zwingen.

Da niemand von uns genaue Vorstellungen hat, wie Kleopatra wirklich war, finde ich diese Herangehensweise sehr angenehm. Die Herrscherin mit ihrem Schmerz und ihren Zweifeln zu erleben, hat sie menschlich gemacht aber auch ihre Größe gezeigt. Hier wird den römischen Quellen widersprochen, die sie als grausam und rücksichtslos beschrieben haben. Ihre Entscheidungen zum Wohl ihres Landes waren zum Teil hart, aber sie haben das Überleben ihres Volkes gesichert.

Auch der verborgene Teil des Lebens der Königin hat mich fasziniert (wenn er denn stimmt).

Das Buch liest sich flüssig. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Kleopatra jetzt mag. Aber das tut eigentlich nichts zur Sache. Es regt jedenfalls an, sich mit diesem Teil der Geschichte zu beschäftigen und mal wieder bissl was nachzulesen.