Mit Längen
Saara El-Arifi erzählt Kleopatras Leben aus der Ich-Perspektive ab der Thronbesteigung mit nur 19 Jahren bis zu den politischen und persönlichen Kämpfen, die sie als Herrscherin, Ehefrau und Mutter führt. Dabei wendet sie sich auch immer wieder direkt an die Leser:innen und kommentiert die Ereignisse und die gängige Geschichtsschreibung dazu, was mir stilistisch gut gefallen hat.
Leider konnte mich der Roman nur teilweise überzeugen. Das Erzähltempo ist sehr ungleichmäßig: Manche Passagen sind extrem detailreich und ziehen die Handlung unnötig in die Länge, während andere Abschnitte plötzlich an Tempo gewinnen, was mir beim Lesen deutlich mehr Spaß gemacht hat. Zwar gab es immer wieder spannende Momente, die mich haben weiterlesen lassen, insgesamt wurde mein Lesefluss jedoch durch häufige Rückblenden und Vorausdeutungen gebremst, die auf mich eher ermüdend wirkten. Auch zur Hauptfigur selbst habe ich trotz der Ich-Perspektive keinen wirklichen Zugang gefunden. Sprachlich war der Roman zwar solide gestaltet und von Volker Oldenburg flüssig übersetzt, es gab jedoch keine überraschenden Sprachbilder oder Ähnliches.
Insgesamt war es für mich ein ambitionierter Roman mit einer starken historischen Figur, der für mich jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurückblieb.
Leider konnte mich der Roman nur teilweise überzeugen. Das Erzähltempo ist sehr ungleichmäßig: Manche Passagen sind extrem detailreich und ziehen die Handlung unnötig in die Länge, während andere Abschnitte plötzlich an Tempo gewinnen, was mir beim Lesen deutlich mehr Spaß gemacht hat. Zwar gab es immer wieder spannende Momente, die mich haben weiterlesen lassen, insgesamt wurde mein Lesefluss jedoch durch häufige Rückblenden und Vorausdeutungen gebremst, die auf mich eher ermüdend wirkten. Auch zur Hauptfigur selbst habe ich trotz der Ich-Perspektive keinen wirklichen Zugang gefunden. Sprachlich war der Roman zwar solide gestaltet und von Volker Oldenburg flüssig übersetzt, es gab jedoch keine überraschenden Sprachbilder oder Ähnliches.
Insgesamt war es für mich ein ambitionierter Roman mit einer starken historischen Figur, der für mich jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurückblieb.