Niemand sollte von Männern in die Geschichte eingegangen werden
In einer grandiosen Mischung aus Biographie und Fiktion erzählt Saara El-Arifi die Lebensgeschichte von Kleopatra.
Jedem ist dieser Name bekannt, doch wer war sie wirklich? Die Autorin beschreibt die berühmteste Pharaonin der Welt gleich zu Beginn so: "Sie war zu wichtig, um unerwähnt zu bleiben, doch zu skandalös für eine eigene Geschichte."
Doch dieses Buch heißt nicht umsonst "Kleopatra". Sie ist die einzige Protagonistin in ihrer Geschichte und ihrem Könniginnenreich. Viel zu sehen bekommen wir neben ihr nur von Charmion, Kleopatras Dienerin und engster Vertrauten. Mit viel Feminismus und LGBTQIA+ Repräsentation folgen wir Kleopatra durch Ihr Leben. Angefangen am Tag ihrer Krönung bis zu ihrem unvermeidlichen Ende. Und darüber hinaus. Ihre ihr zugeschrieben "Männergeschichten" nehmen dabei keine zu große Rolle ein. Natürlich dürfen Caesar und Marcus Antonius in einer Geschichte über Kleopatra nicht fehlen, doch ihnen wird weder die gleiche Zeit noch die gleiche Macht wie Kleopatra eingeräumt.
Der Schreibstil von Saara El-Arifi ist gleichermaßen einfach und flüssig zu lesen und doch spickt sie die Erzählung dazwischen mit einer so außergewöhnlichen Prosa, die ihresgleichen sucht. Blumig werden insbesondere ihre Charakterzüge beschrieben, während die Erzählung ihres Lebens geradliniger erfolgt.
Dabei durchbricht Saara El-Arifi teilweise die vierte Wand zu den Lesenden, gerade mit wichtigen Hinweisen auf die Sicht, mit der wir Kleopatra aus der heutigen Zeit sehen.
Durch viel foreshadowing - nicht nur auf Geschichtliches, sondern auch auf die persönliche Entwicklung Kleopatras - weiß jeder, der sich auch nur ein bisschen mit Kleopatras Geschichte auskennt, was im Laufe des Buches und an dessen Ende passsieren wird.
Ich persönlich bin kein Fan von dem Vorgreifen in einer Geschichte, doch aufgrund der wahren Begebenheit, auf der die Geschichte basiert, hat es mich nicht so sehr gestört, wie bei anderen Büchern.
Abschließend sei gesagt, dass Saara El-Arifi endlich geschafft hat, was Kleopatra bislang verwehrt wurde. Endlich hat sie ihre eigene Geschichte, die ihr auch gerecht wird. Abseits von Hexe, Hure und Schurkin.
Jedem ist dieser Name bekannt, doch wer war sie wirklich? Die Autorin beschreibt die berühmteste Pharaonin der Welt gleich zu Beginn so: "Sie war zu wichtig, um unerwähnt zu bleiben, doch zu skandalös für eine eigene Geschichte."
Doch dieses Buch heißt nicht umsonst "Kleopatra". Sie ist die einzige Protagonistin in ihrer Geschichte und ihrem Könniginnenreich. Viel zu sehen bekommen wir neben ihr nur von Charmion, Kleopatras Dienerin und engster Vertrauten. Mit viel Feminismus und LGBTQIA+ Repräsentation folgen wir Kleopatra durch Ihr Leben. Angefangen am Tag ihrer Krönung bis zu ihrem unvermeidlichen Ende. Und darüber hinaus. Ihre ihr zugeschrieben "Männergeschichten" nehmen dabei keine zu große Rolle ein. Natürlich dürfen Caesar und Marcus Antonius in einer Geschichte über Kleopatra nicht fehlen, doch ihnen wird weder die gleiche Zeit noch die gleiche Macht wie Kleopatra eingeräumt.
Der Schreibstil von Saara El-Arifi ist gleichermaßen einfach und flüssig zu lesen und doch spickt sie die Erzählung dazwischen mit einer so außergewöhnlichen Prosa, die ihresgleichen sucht. Blumig werden insbesondere ihre Charakterzüge beschrieben, während die Erzählung ihres Lebens geradliniger erfolgt.
Dabei durchbricht Saara El-Arifi teilweise die vierte Wand zu den Lesenden, gerade mit wichtigen Hinweisen auf die Sicht, mit der wir Kleopatra aus der heutigen Zeit sehen.
Durch viel foreshadowing - nicht nur auf Geschichtliches, sondern auch auf die persönliche Entwicklung Kleopatras - weiß jeder, der sich auch nur ein bisschen mit Kleopatras Geschichte auskennt, was im Laufe des Buches und an dessen Ende passsieren wird.
Ich persönlich bin kein Fan von dem Vorgreifen in einer Geschichte, doch aufgrund der wahren Begebenheit, auf der die Geschichte basiert, hat es mich nicht so sehr gestört, wie bei anderen Büchern.
Abschließend sei gesagt, dass Saara El-Arifi endlich geschafft hat, was Kleopatra bislang verwehrt wurde. Endlich hat sie ihre eigene Geschichte, die ihr auch gerecht wird. Abseits von Hexe, Hure und Schurkin.