Zwischen Macht, Erinnerung und Würde
Dieses Buch hat mich dort abgeholt, wo meine Faszination für das Alte Ägypten nie ganz zur Ruhe kommt. Saara El-Arifi lässt Kleopatra selbst sprechen – nicht als Figur aus römischer Propaganda, sondern als Frau mit Ambition, Stolz, Verletzlichkeit und innerer Spannung.
Besonders überzeugend ist die Perspektive: eine Herrscherin, die ihren Weg in einer Welt geht, die sie bewundert, aber nicht für sie gemacht ist. Mutter, Politikerin, Strategin – klarsichtig, fehlbar und zugleich von einem unbeirrbaren Willen getragen, ihren Platz zu behaupten.
Alexandria wirkt dabei außergewöhnlich lebendig. Geräusche, Düfte, Licht und Machtgefüge greifen so ineinander, dass die Stadt selbst Teil der Erzählung wird. Mehr als einmal hatte ich das Gefühl, an Kleopatras Seite zu stehen und ihre Welt direkt mitzuerleben.
Die Erzählweise sucht bewusst Nähe und unterstreicht das zentrale Anliegen des Romans: Kleopatra ihre eigene Stimme zurückzugeben. Auch das bekannte Ende entfaltet eine stille Wirkung, die weniger auf Dramatik als auf Würde setzt.
Kleopatra ist für mich ein starkes, eigenständiges Porträt, entschieden fern der gängigen Erzählung von der verführerischen Bedrohung für mächtige Männer. Hier steht eine Frau im Mittelpunkt, die sich der Überlieferung nicht wehrlos ergibt, sondern ihre Geschichte selbst formt. Ein Roman, der hinter die Legende blickt – warm, kraftvoll und überraschend menschlich – und lange nach dem Lesen im Kopf bleibt.
Besonders überzeugend ist die Perspektive: eine Herrscherin, die ihren Weg in einer Welt geht, die sie bewundert, aber nicht für sie gemacht ist. Mutter, Politikerin, Strategin – klarsichtig, fehlbar und zugleich von einem unbeirrbaren Willen getragen, ihren Platz zu behaupten.
Alexandria wirkt dabei außergewöhnlich lebendig. Geräusche, Düfte, Licht und Machtgefüge greifen so ineinander, dass die Stadt selbst Teil der Erzählung wird. Mehr als einmal hatte ich das Gefühl, an Kleopatras Seite zu stehen und ihre Welt direkt mitzuerleben.
Die Erzählweise sucht bewusst Nähe und unterstreicht das zentrale Anliegen des Romans: Kleopatra ihre eigene Stimme zurückzugeben. Auch das bekannte Ende entfaltet eine stille Wirkung, die weniger auf Dramatik als auf Würde setzt.
Kleopatra ist für mich ein starkes, eigenständiges Porträt, entschieden fern der gängigen Erzählung von der verführerischen Bedrohung für mächtige Männer. Hier steht eine Frau im Mittelpunkt, die sich der Überlieferung nicht wehrlos ergibt, sondern ihre Geschichte selbst formt. Ein Roman, der hinter die Legende blickt – warm, kraftvoll und überraschend menschlich – und lange nach dem Lesen im Kopf bleibt.